Löst Zucker Blähungen aus?

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Durch die Beschäftigung mit der gesunden Ernährung und der Ideologie sich möglichst abwechslungsreich und ideal zu ernähren kommt man nicht darum herum, dass man damit konfrontiert wird, das Industriezucker nicht wirklich gut ist für unsern Körper. Er soll sogar Blähungen auslösen können, und das betrifft nicht nur empfindliche Personen. Noch vor wenigen Jahrzehnten verabreichten Eltern ihren Kindern ganze Esslöffel voll Zucker jeden Tag.

Man sagte er mache kräftig, stark und sei gesund. Doch heute wissen wir, dass der industriell hergestellte Zucker ein sehr hohes gesundheitliches Risiko mit sich bringt. Neben Diabetes und Fettleibigkeit löst er auch verschiedene andere Krankheiten aus, kann diese verstärken oder begünstigen. Es wird sogar davon gesprochen, dass man besser ein Leben komplett ohne Zucker führt. Alternativen gibt es ja genügend. Doch was ist dran an dem Mythos: Zucker kann Blähungen verursachen? Schauen wir uns dies doch einmal genauer an.

Die Auswirkungen von Zucker auf die Verdauung

 

Damit man verstehen kann, warum Zucker so negative Einflüsse auf unseren Organismus haben kann, muss man verstehen können, wie er zusammengesetzt ist, und welche Bedeutung dies für unseren Körper hat. Punkt eins ist sehr wichtig: Es gibt verschiedene Zuckerarten. Wir sprechen bei Zucker meist vom industriell raffinierten weißen Zucker. Doch es gibt noch andere Arten. Auch diese können Probleme bei der Verdauung verursachen. Im Durchschnitt verzehrt jeder von uns ca. 29 Stück Würfelzucker. Und zwar jeden Tag. Das sind ca. 87 Gramm Zucker. Die WHO, die Weltgesundheitsorganisation rät allerdings zur einem Viertel dieser Menge.

Das große Problem dabei ist aber, dass Zucker einfach keine Nährstoffe enthält. Und eigentlich nehmen wir Lebensmittel auf, um diese zu erhalten. Durch den starken Konsum von Zucker, und den haben wir übrigens alle jeden Tag, wie wir oben sehen, kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Der Grund dafür ist, dass das Gleichgewicht das zwischen den Bakterien und Pilzen, welche sich im Darm befinden, stören kann. Dies verändert natürlich die Verdauung und so können rasch Beschwerden entstehen. Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall können dabei die ersten Symptome sein, welche unbedingt ernst genommen werden sollten. Die „schlechten“ Bakterien und Pilze übernehmen dann die Vormacht im Darm und lösen allerhand Beschwerden aus.

Die versteckten Zucker entdecken

Lebensmittel, die einen hohen Zuckeranteil aufweisen, sind meist auch reich an Fett. Das Problem dabei ist aber, dass beides negativen Einfluss auf die Verdauung haben kann. Zu viel Fett verstärkt also den schlechten Effekt des Zuckers zusätzlich, sodass die Beschwerden schnell stark ansteigen können. So können auch schmerzhafte Krämpfe oder sogar Kreislaufprobleme hinzukommen. Wer nun noch sehr wenig trinkt, oder eben zu zuckerhaltigen Limonaden greift, der sorgt dafür, dass diese Überdosis die Bewegung des Darmes verlangsamt.

Dies kann auch auftreten, wenn zu wenige Ballaststoffe in der täglichen Ernährung aufgenommen werden. Der Darm wird also träge und Verstopfung sowie Blähungen sind dann das Resultat. Zudem wird ja auch immer wieder behauptet, dass es so eine Art Zuckersucht gibt. Das Problem ist, dass unsere Geschmacksnerven sich sehr schnell an ein Aroma gewöhnen können. Dies gilt für alle Bereiche, ob scharf, süß, salzig oder sauer. Wir können die Geschmacksknospen so zu sagen trainieren. Bei Zucker ist das ähnlich. Lassen wir ihn jetzt weg, so schmeckt alles sehr fade für uns. Es fehlt das gewisse Etwas.

Außerdem gibt uns Zucker einen wahren Energieschub. Dieser hält zwar nur kurz an, aber er powert richtig auf und so kann es durchaus vorkommen, dass jemand gerne mehr Zucker zu sich nimmt, damit er eben diese Energie zur Verfügung hat. Leider hat diese auch Schattenseiten. Denn neben einem aufgedrehten Effekt sorgt der Zucker auf dafür, dass wir Fett ansetzen. Außerdem verursacht er Blutzuckerschwankungen, welche ebenfalls die Verdauung verlangsamen können. Zudem sind diese Schwankungen bekannt dafür, dass sie Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen.

Das Fazit: Also ja, Zucker kann durchaus dazu führen, dass die Verdauung gestört wird. Auch die Darmflora sowie die guten Darmbakterien können darunter leiden, denn Zucker kann die negativen Bakterien und Pilze im Darm begünstigen. All dies sorgt in Kombination mit einem ungesunden Lebensstil und wenig Bewegung sowie zu wenig Flüssigkeitszufuhr am Tag dafür, dass sich Blähungen breit machen können. Dabei sollten diese als Symptom verstanden werden, denn nichts anderes sind sie. Generell rät die WHO, dass wir unseren Zuckerkonsum so weit es geht einschränken. Auf Süßes verzichten muss man dennoch nicht, denn es gibt durchaus gute, pflanzliche Alternativen.

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