Immer mehr Kinder leiden an Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom ist für viele Menschen ein Schreckgespenst. Leider sind immer noch sehr viele nicht ausreichend darüber aufgeklärt und haben daher eben deswegen auch eine solch große Angst. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Erkrankung der Verdauung, die nur ältere Menschen oder Erwachsene betreffen kann. Immer mehr Kinder leiden auch unter dem Reizdarmsyndrom.

Ein Grund mehr heute darüber aufzuklären, um was es sich dabei handelt und vor allem auch zu erklären, wie man die Symptome, welche mit dem Reizdarmsyndrom einhergehen, behandeln kann. Eltern von betroffenen Kindern sollten gerne Beratungen von Ärzten und Ernährungsexperten in Anspruch nehmen, denn durch den richtigen Umgang mit der Erkrankung können schmerzhafte Begleiterscheinungen und weitere Symptome verhindert und reduziert werden.

Wieso trifft es jetzt auch die Kinder?

Tatsächlich ist die Zahl der bekannten und diagnostizierten Fälle des Reizdarmsyndroms bei Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren merklich angestiegen. Zum Einen liegt der Grund sicherlich auch darin, dass Eltern die gesundheitlichen Probleme ihrer Kinder immer mehr ernster nehmen und auch bei anhaltenden Verdauungsstörungen den Arzt aufsuchen. Zum Anderen hat sich aber auch die Gesellschaft verändert. Wir werden allgemein sensibler und das ist vor allem für unsere Gesundheit sehr von Vorteil. Die Auslöser und Ursachen für das Reizdarmsyndrom sind sehr unterschiedlich und müssen durch den Arzt ermittelt werden.

Die funktionelle Verdauungsstörung betrifft bis zu 22 Prozent der Kinder und Jugendlichen und sollte unbedingt langfristig behandelt werden. Ganz wichtig ist es, dass Eltern der betroffenen Kinder sich auch dauerhaft mit dem Thema auseinandersetzen. Wer noch keine konkrete Diagnose vorliegen hat, aber die Vermutung hat, dass die anhaltenden Verdauungsbeschwerden, wie Durchfall, Appetitlosigkeit und Erbrechen sowie wiederkehrende, schmerzhafte Blähungen eine krankhafte Ursache haben sollten, muss zum Arzt gehen. Generell muss in diesen Fällen der Arzt konsultiert werden, denn diese Symptome zeigen ganz klar an, dass etwas nicht stimmt.

Wann treten Symptome des Reizdarmsyndroms besonders auf?

Es gibt ganz klare Ankerpunkte, an denen man heute festmachen kann, wann bei Kindern und Jugendlichen die Anzeichen für ein Reizdarmsyndrom besonders klar zum Vorschein kommen. Diese sind unter anderem starker Stress, Druck, wie beispielsweise in der Schule und psychische Belastungen. Zudem fügen sich diese Probleme auch wie eine Spirale in die weiteren Symptome beim Reizdarmsyndrom ein. Das bedeutet, dass sich die Kinder und Jugendlichen starke Sorgen darüber machen, dass sie beispielsweise in der Schule nicht mehr mitkommen, zu viele Fehlzeiten aufweisen oder eine reduzierte Lebensqualität aufweisen. Eltern müssen hier das Gespräch mit der Schule suchen, aufklären um was sich die Problematik dreht und einen guten Weg für die Kinder und Jugendlichen finden.

Sie können nichts für ihre Erkrankung. Sie müssen aber zwingend entsprechend verständnisvoll aufgefangen und begleitet sowie unterstützt werden. Es kann also tatsächlich vorkommen, dass die Symptome sich verstärken, wenn der Stress und Druck auf das Kind wächst. Dies kann durchaus von den Eltern beobachtet werden. Reden Sie mit Ihrem Kind oder dem Jugendlichen und klären Sie darüber auf, dass es immer dann, wenn diese gesundheitlichen Probleme auftauchen Sie direkt ansprechen und informieren soll. So kann auch eine Art Protokoll erstellt werden. Dazu müssen die Umstände, wie beispielsweise eine anstehende Klassenarbeit oder Prüfung, mit berücksichtigt werden. So wird schnell ermittelt, wann die Symptome verstärkt sind.

Die Diagnose kann schnell gestellt werden

Beim Reizdarmsyndrom wird die Diagnose über das so genannte Ausschlussverfahren gestellt. Hierfür wird das Stuhlverhalten der Kinder beobachtet. Sollte das Kind häufiger als vier Mal pro Tag oder weniger als zwei Mal pro Woche Stuhlgang haben, so kann dies auf ein Reizdarmsyndrom hindeuten. Manche Kinder und Jugendliche berichten auch, dass sie trotz regelmäßigem Stuhlgang sich nicht so fühlen, als wäre der Prozess beendet. Sie haben dennoch den Drang weiterhin auf die Toilette zu müssen. Weiteres Indiz für ein Reizdarmsyndrom kann sein, wenn zu dieser Problematik noch Schleimauflagerungen sowie Blähungen hinzukommen.

Halten diese etwa zwei Monate an, so kann dies deutlich darauf hinweisen, dass es sich um ein Reizdarmsyndrom handeln kann. Sollten Sie an Ihrem Kind solche Veränderungen feststellen, sollten Sie bitte nicht zwei Monate werden, sondern schon nach wenigen Tagen den Arzt oder Kinderarzt aufsuchen! Der behandelnde Mediziner kann dann anhand von weiteren Untersuchungen feststellen, ob es sich um ein Reizdarmsyndrom handelt, oder ob andere Ursachen der Auslöser für die Beschwerden und den unregelmäßigen Stuhlgang sind.

So können nämlich auch Medikamente bei Kindern Reizdarm auslösen. Gerade Antibiotika, welches ohnehin die Darmflora schnell aus dem Lot bringt, ist dafür bekannt Verdauungsbeschwerden auszulösen. Des Weiteren können auch Nahrungsmittel-Intoleranzen zu sehr starken Beschwerden führen. Je nach Alter und entsprechendem Stadium des Reizdarmsyndroms gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. Hier gilt: Je eher die Behandlung begonnen werden kann, desto schneller geht es den Betroffenen besser. Zögern Sie also nicht, Ihren Arzt sofort aufzusuchen, wenn Sie gesundheitliche Veränderungen an Ihrem Kind bemerken. Dieser Leitsatz gilt übrigens immer, nicht nur bei Verdauungsproblemen.

Dieser Beitrag stellt in keiner Weise ein Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar und ist lediglich als unverbindliche Information anzusehen. Für die Erstellung eigenständiger Diagnosen kann und darf dieser Beitrag nicht herangezogen werden. Für Schäden, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, wird gegen-blaehungen.de weder direkt noch indirekt zur Verantwortung gezogen. Die Betreiber dieser Seite raten allen Benutzern mit Gesundheitsproblemen dazu auf, immer einen Arzt aufzusuchen, der Sie beraten kann, welche Behandlung in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist. Wir raten von Behandlungen ohne ärztliche Aufsicht ab.

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