Wenn die Luft im Darm Schlimmes ankündigt

Überall, und auch bei uns im Blog, wird regelmäßig erklärt, dass immer wieder auftretende Blähungen nicht ignoriert werden sollten. In der Tat ist aus medizinischer Sicht schon länger bekannt, dass Blähungen, welche hier als Symptom gewertet werden, auf schwere Erkrankungen hindeuten können. Selbstredend ist nicht jeder Pups gleichzeitig ein Warnsignal.

Wir sprechen hier vielmehr von auffälligen Blähungen, welche auch durchaus über einen längeren Zeitraum immer wieder auftreten können und mit anderen Symptomen kombiniert sein können. Nach heutigem Stand der Wissenschaft, können solche Blähungen, auf Darmkrebs hindeuten. Genau das ist auch der Grund, warum wir immer wieder sagen: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, sollten die Blähungen nicht verschwinden.

Blähungen und Darmkrebs – es besteht ein Zusammenhang

Das Problem bei Krebs ist, dass er über viele Jahre unbemerkt wachsen kann, denn meist ruft er selbst keine wirklich klaren Beschwerden hervor. Grundlegend sollte immer auf Vorsorge und der damit verbundenen Früherkennung gesetzt werden. Außerdem gibt es bei manchen Personen ein erhöhtes Darmkrebsrisiko. Auch dies sollte medizinisch ermittelt und gegebenenfalls entsprechend häufige Vorsorge-Intervalle gewählt werden.

Familien, in denen die Familienmitglieder von voran gegangenen Situationen häufiger mit Darmkrebs konfrontiert waren, kann es vorkommen, dass auch die nachfolgenden Personen ein höheres Darmkrebsrisiko in sich tragen, als bei Familien, in denen die Großmutter, der Vater oder der Onkel nicht an Darmkrebs erkrankt waren. Dies sollte ebenfalls berücksichtigt werden.

Bei Frauen ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung, bei Männern die dritthäufigste. Wird der Darmkrebs früh genug erkannt, stehen die Heilungschancen sogar recht gut. Daher kann es s ich durchaus lohnen die Anzeichen für diese Erkrankung zu kennen und beim Feststellen an der eigenen Person, den Arzt zu konsultieren und direkt darauf anzusprehen.

Spricht man von Darmkrebs so meint man damit einen Krebsbefall im Dickdarm und im Rektum. Da wir alle im Laufe unseres Lebens an Verdauungsbeschwerden leiden, wird meist am Anfang genau dies auch behandelt, sofern nicht bereits der Verdacht besteht, es könne sich um eine Krebserkrankung handeln.

Sollten die Beschwerden allerdings nicht abklingen und länger anhalten, oder sich gar verstärken, dann sollte gehandelt werden. Folgende Symptome können ein Anzeichen für Darmkrebs sein:

  • starke wiederkehrende oder anhaltende Blähungen
  • Bauchschmerzen, Durchfälle und Bauchkrämpfe
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • Blut im Stuhl
  • Schleim im Stuhl

Dazu können noch weitere Symptome auftreten, welche von Person zu Person unterschiedlich ausfallen können.

Das Problem bei dieser Symptomatik ist, dass diese auch auf eine Lebensmittelunverträglichkeit, eine Allergie oder ein Magengeschwür hindeuten können. Eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung oder auch Hämorrhoiden können diese Symptome auslösen. Eine Abklärung durch den Arzt ist also unabdingbar.

Verdauungsprobleme und ein verändertes Stuhlverhalten kann ein Anzeichen für Darmkrebs sein. Sollten sich Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung einstellen und nicht abklingen, oder auch ein häufiger Drang für Stuhlgang vorkommen, so können dies Alarmsignale sein.

Stuhlveränderungen, wie Schleim oder Blut im Stuhl können zudem ebenfalls auf eine Darmkrebserkrankung hindeuten. Das frische Blut zeigt sich im Stuhl rot, das ältere Blut färbt den Stuhl schwarz. Weiterhin können zudem auch Symptome, wie Übelkeit, Völlegefühl und Blähungen auftreten, welche mit weiteren Symptomen vermischt sind.

Das Problem ist allerdings, dass diese Anzeichen und Beschwerden sehr unspezifisch sind. Daher wird häufig in einem frühen Stadium von Darmkrebs nicht direkt danach gesucht. Im voranschreitenden Stadium allerdings verändert sich die Symptomatik leicht. Dann kommen zu den vorhandenen Beschwerden noch weitere Symptome dazu. Diese können sein:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Gewichtsverlust und Blässe sowie Müdigkeit
  • evtl. stärkerer Blutverlust mit Blutarmut
  • bei großen Tumoren führt dies oft zum Darmverschluss
  • Appetitlosigkeit und Auswirkungen auf den gesamten Organismus
  • Entzündungen und Muskelschwund

Bei einem Darmverschluss können die Betroffenen keinen Kot mehr ausscheiden und leiden dann an starken Koliken. Außerem ist ein Darmverschluss lebensbedrohlich. Sie sollten unverzüglich einen Rettungswagen anrufen und ins Krankenhaus gebracht werden.

Richtig reagieren ist wichtig

Sollten Sie Veränderungen, wie die oben genannten feststellen, so sollten Sie unbedingt den Arzt konsultieren. Denn auch hier gilt: Je eher der Krebs erkannt wird, desto eher kann gehandelt werden. Sprechen Sie Ihren Arzt konkret darauf an, und lassen Sie entsprechende Untersuchungen zur Abklärung durchführen. Die Diagnostik kann einige Zeit in Anspruch nehmen, doch ist es wichtig, dass wirklich gründlich vorgegangen wird.

Heute kann Darmkrebs gut behandelt werden, doch dabei spielt vor allem sein Voranschreiten eine tragende Rolle. Ignorieren Sie also besser nicht die Signale Ihres Körpers, denn stetig bleibende, oder immer wiederkehrende Verdauungsbeschwerden sind ein Hilferuf des Körpers. Häufig steckt etwas harmloses dahinter, doch wie wir beschrieben haben, können Blähungen und Verdauungsbeschwerden auch auf schwere Erkrankungen hindeuten, die es abzuklären gilt.

Dieser Beitrag stellt in keiner Weise ein Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar und ist lediglich als unverbindliche Information anzusehen. Für die Erstellung eigenständiger Diagnosen kann und darf dieser Beitrag nicht herangezogen werden. Für Schäden, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, wird gegen-blaehungen.de weder direkt noch indirekt zur Verantwortung gezogen. Die Betreiber dieser Seite raten allen Benutzern mit Gesundheitsproblemen dazu auf, immer einen Arzt aufzusuchen, der Sie beraten kann, welche Behandlung in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist. Wir raten von Behandlungen ohne ärztliche Aufsicht ab.