Blähungen können auf PMS hindeuten

Mit der Abkürzung PMS wird das prämenstruelle Syndrom bezeichnet. Dieses steckt häufig hinter Zyklusbeschwerden. Diese Beschwerden können sich auf unterschiedliche Art und Weise zeigen. Meistens leiden Frauen unter starken Bauchschmerzen, Krämpfen, Schlafstörungen und Blähungen.

Wer immer wieder unter Beschwerden vor und während seiner Periode leidet, muss dies nicht einfach hinnehmen. Denn gerade Verdauungsprobleme, Stimmungsschwankungen und Kopfschmerzen, sowie starke Krämpfe oder ziehende Schmerzen können auf PMS hindeuten und durchaus behandelt werden.

Viele Frauen leiden Jahrzehnte vor sich hin

Tatsächlich denken extrem viele Frauen, dass die Schmerzen und Beschwerden einfach zur Regel dazugehören. Gerade, weil PMS sehr weit verbreitet ist. Schätzungen nach soll jede zweite Frau davon betroffen sein. Damit klingt dies dann für Frauen, wenn sie sich mit anderen darüber austauschen, dass es eben normal ist, unter diesen Beschwerden zu leiden.

Die körperlichen Beschwerden können bereits in der zweiten Zyklushälfte auftreten. Sehr häufig wurde dabei beobachtet, dass bei PMS vor allem auch Verdauungsprobleme, wie Durchfall und Blähungen auftreten. Daneben zeigen sich sehr oft auch psychische Probleme, wie Gereiztheit, depressive Verstimmungen oder Aggressivität.

Die Frage ist auch: Ab wann sollte man zum Arzt gehen? Wenn folgende Dinge auftreten, oder anhalten, ist der Gang zum Frauenarzt/ -Ärztin angeraten:

  • Immer wieder kehrende Verdauungsbeschwerden
  • Starke Durchfälle, Verstopfung, beides im Wechsel zu bestimmten Phasen
  • Rückenschmerzen, Schmerzen im Bauchbereich
  • Kreislaufprobleme, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen

Zudem leiden viele Frauen auch kurz vor dem Einsetzen Ihrer Periode unter starken Fressattacken. Dabei wird meist wild zu Lebensmitteln gegriffen, die aktuell die Gelüste stillen sollen. Dabei entstehen oftmals zusätzlich Verdauungsprobleme und Blähungen.

Welche Symptome können auf PMS hinweisen?

Gehen wir konkreter auf dieses Thema ein, denn neben starken Blähungen können noch weitere physische und psychische Symptome auftreten. Aber wann können diese ein Indiz dafür sein, dass ein prämenstruelles Syndrom vorliegen kann? Ganz einfach: Sobald diese Symptome immer wieder kehren, und vor allem anhand des Zyklus festgemacht werden können, dann sollte dies überprüft werden.

Das gesamte Thema darf nicht unterschätzt oder herunter geredet werden. Denn die Leiden der Frauen können extrem sein. Bei besonders schweren Formen des PMS kann dies auch auf die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) hinweisen. Vor allem starke körperliche Beschwerden sind ein Ausdruck dafür, dass PMS oder PMDS vorliegen kann.

Wichtig zu wissen ist, dass die konkreten Ursachen für diese Leiden noch nicht geklärt und noch nicht bekannt sind. Mögliche Auslöser können hormonelle Störungen sein. Darüber diskutieren Fachärzte weltweit seit einiger Zeit.

So erkennen Sie das prämenstruelle Syndrom

Viele Frauen leiden unter Schmerzen während der Periode. Bei PMS treten diese Beschwerden aber auch vorher schon auf. Je nach Zyklusphase können diese stärker und schwächer sein. Häufig klingen sie sogar dann ab, wenn die Periode einsetzt, denn PMS Beschwerden hängen wohl mit dem Eisprung zusammen.

Diese Symptome können auf PMS hindeuten:

  • Blähungen, Übelkeit und Verdauungsprobleme
  • Durchfall, Verstopfung, Völlegefühl
  • Kopf- und Rückenschmerzen bis hin zu Migräne
  • Appetitlosigkeit und Heißhunger
  • Schmerzen im Unterbauch
  • Schmerzen in der Brust
  • Stimmungsschwankungen, Angstzustände, depressive Verstimmungen
  • Erhöhte Impulsivität, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme
  • Antriebslosigkeit und innere Unruhe
  • Rückzug aus dem sozialen Leben

Auch Wassereinlagerungen und Gewichtsschwankungen, die während eines Monats auftreten und sich wiederholen können Anzeichen sein. Zudem klagen viele Betroffene unter Hautunreinheiten bis hin zu Akne.

PMS Behandlung und Möglichkeiten zur Linderung

Beobachten Frauen die oben genannten Symptome an sich, so sollte ein Gespräch mit dem Frauenarzt folgen. Denn dieser kann die passende Therapie einleiten. Zudem muss auch abgeklärt werden, ob andere Ursachen die Auslöser für die Beschwerden darstellen, oder nicht. Die Behandlung von PMS richtet sich stark an den Symptomen, die die Patientin aufweist.

Gute Erfahrungen haben Patientinnen allerdings mit Ausdauersport gemacht. Vermutlich, weil dies den Stoffwechsel anregt. Auch ein regelmäßiger Schlafrhythmus und die Reduktion und Vermeidung von Stress sowie ein gut strukturierter Alltag sollen helfen. Zudem wurde festgestellt, dass die Ernährung einen großen Anteil ausmacht.

So soll vor allem Kaffee, Zucker und Alkohol möglichst gemieden werden. Zudem bietet es sich an, weniger Salz und Proteine zu sich zu nehmen. Sollte dies alles nicht helfen, so kann der Arzt gezielt eine Medikamentöse Behandlung anstreben. Hier gibt es auch die Möglichkeit zu erst mit pflanzlichen Produkten zu testen, ob die Beschwerden sich damit lindern lassen, bevor stärkere, chemische Medikamente verschrieben werden.

Die Phytotherapie soll bei einigen Frauen eine positive Wirkung aufweisen. Hier werden vor allem Mönchspfeffer, Nachtkerzenöl und Johanniskraut verabreicht. Zudem kommen noch Ginko-Präparate und Silbertraubenkerzenprodukte hinzu. Bislang fehlen allerdings noch wissenschaftliche Auswertungen und die Bestätigung, dass diese Produkte wirklich eine Wirksamkeit bieten.

Generell sollten Frauen auf ihren Arzt vertrauen, und vor allem: Niemand muss mit PMS leiden, sondern kann aktiv dagegen etwas unternehmen. Manchmal helfen wirklich nur Medikamente und eine angepasste Ernährung in Kombination. Doch wer starke Schmerzen und den Leidensdruck reduzieren möchte, wird mit Sicherheit die passenden Maßnahmen mit seinem Arzt eruieren können.

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