Blähungen vermehrt im Lockdown zu beobachten

Die Zeiten sind nicht einfach, für niemanden. Wir müssen zu Hause bleiben, können uns nicht oder nur sehr eingeschränkt mit Freunden und der Familie treffen. Das meiste Leben spielt sich tatsächlich in unseren vier Wänden ab. Außer hin und wieder ein Gang zum Supermarkt, ist der Alltag meist von Home-Office und dem Alltag in der eigenen Wohnung geprägt.

Vielen schlägt der Lockdown auch auf die Verdauung. Tatsächlich wurde festgestellt, dass immer mehr Menschen aktuell unter Blähungen und Verdauungsbeschwerden leiden. Mediziner gehen davon aus, dass dies in der Tat mit den aktuellen Zeiten zu tun haben kann. Doch warum ist dies so? Während wir im Büroalltag gerne unter Stress stehen, könnte doch zu Hause alles entspannter ablaufen. Doch das tut es nicht. Hier erfahren Sie warum.

Zu Hause bleiben kann Stress verursachen

In unserem Heim fühlen wir uns wohl, geborgen und kommen zur Ruhe. Wer allerdings über einen längeren Zeitraum kaum etwas anderes zur Verfügung hat als seine Wohnung, der kann schnell gestresst werden. Sowohl die Umstellung auf die neue Arbeitsweise von zu Hause aus, als auch die vielen weiteren Faktoren können Stress auslösen.

Da viele diesen Stress aber nicht durch Spaziergänge, Sport oder andere sonst üblichen Freizeitaktivitäten abbauen können, staut sich der Stress an und kann ansteigen. Übrigens: Auch eine längere Periode des Nichtstuns kann zu Stress führen, da man so auch nervöse Zustände erleiden kann. Schließlich muss der Körper irgendwo mit seiner Energie hin.

Es gibt also einmal jene, welche aufgrund von zu viel Entspannung unter Stress stehen, und jene, welche Home-Office, Haushalt, Kinder und sonstige Dinge alle nun unter einen „neuen“ Hut bringen müssen. Auf der anderen Seite gibt es auch noch eine Vielzahl von Menschen, welche allgemein einen hohen Freiheitsdrang haben und sich schnell „eingesperrt“ fühlen, wenn sie aufgrund des Lockdowns zu Hause bleiben müssen. Auch dies kann Stress auslösen.

Stress wiederum, sowie auch innere Unruhe, können zu folgenden körperlichen Erscheinungen führen:

  • Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden
  • Blähungen, Glieder- und Rückenschmerzen
  • Schlafstörungen, Unruhe, nervöse Zustände
  • Kreislaufprobleme, Essstörungen, verminderter oder stark vermehrter Appetit

Dazu können noch einige weitere Symptome auftreten, welche sich häufig für die Betroffenen weniger greifen lassen.

Der Lockdown führt zu Blähungen

Tatsächlich essen viele Menschen mehr und unbewusster, wenn sie sich in einer Isolation, Quarantäne, oder eben im Lockdown befinden. Dies kann dann passieren, wenn so Unsicherheit oder auch Ängste kompensiert werden sollen. Dieser Vorgang ist meist unbewusst und nicht mit einer tatsächlich selbstbestimmten Handlung verbunden, auch wenn jeder natürlich selbst isst und trinkt.

Die emotionale Belastung sowie die daraus resultierende, unausgewogene Ernährung, können also zu Verdauungsproblemen und Blähungen führen. Aus dem „Bauch-Report“ 2020 ergibt sich, dass Menschen zwischen 18 und 29 Jahren ihr Essverhalten stark verändert haben. Sie essen unregelmäßiger, ungesünder und deutlich mehr, laut eigenen Angaben. Aber auch 50% der Menschen zwischen 30 und 39 Jahren haben angegeben, dass sie im Lockdown mehr essen als sonst üblich.

Diese Veränderung kann sich natürlich in Verdauungsproblemen und Blähungen äußern. Gerade viel Zucker, mehr Salz und starke Gewürze, sowie Alkohol und viel Koffein sowie Nikotin können die Verdauung schnell aus der Bahn werfen. Zudem kann auch die Aufregung, die durch die veränderte Lebenssituation auftreten kann, zu Blähungen führen. Körperliche und nervliche Anspannung ist ein sehr häufiger Auslöser für eine vermehrte Gasbildung im Darm.

Das hilft bei Blähungen im Lockdown

Auch wenn es schwer fällt, so sollte die Ernährung wieder möglichst auf eine gesunde und ausgewogene Nahrung umgestellt werden. Natürlich sind zu den Feiertagen Ausnahmen erlaubt. Überwiegend bedeutet ja nicht „ausnahmslos“. Trotzdem ist die Zusammenstellung der Lebensmittel sehr wichtig, um auch die Nerven zu beruhigen.

Wer viel sitzt, sich wenig bewegt, oder allgemein unter angestauter Energie und Nervosität leidet, sollte unbedingt etwas Bewegung ins Spiel bringen. Schon kleine Spaziergänge, ein leichtes Workout mehrmals die Woche zu Hause oder einfach einfach hin und wieder aufstehen und umherlaufen können schon helfen. So lässt sich angestaute Energie abbauen, der Körper kommt in Schwung und die Verdauung kann aktiv angeregt werden.

Die Zubereitung der Speisen sollte möglichst schonend erfolgen. Da im Winter gerne viel Kohlgemüse gegessen wird, sollte daran gedacht werden, dass diese Lebensmittel speziell stark blähend wirken können. Hier hilft schon beim Kochen etwas Kümmel dazuzugeben. Ein kleiner Tipp: Wenn Sie den Geschmack mögen, aber keine Körner im Essen haben wollen, nutzen Sie Kümmelpulver dazu.

Mögen Sie Kümmel überhaupt nicht im Essen ,oder haben kein Kümmelpulver zur Hand, so geben Sie die Kümmelkörner in eine Tee-Ei und geben Sie dieses in die Lebensmittel zum Kochen. So können Sie anschließend die Körner ohne Probleme aus dem Gericht nehmen und die Speisen servieren.

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