Dauerhafte Blähungen – das müssen Sie wissen

Wussten Sie, dass die meisten Menschen bei Darmproblemen, Verdauungsstörungen und Blähungen lieber Google befragen, anstelle zum Arzt zu gehen? Nun, wirklich erstaunlich ist dies nicht, denn besonders diese Themen sind eher peinlich und unangenehm. Kaum verwunderlich, dass niemand so gerne darüber sprechen möchte.

Dabei können Blähungen, die medizinisch als Symptom gelten, Anzeichen für gefährlichere Erkrankungen sein. Wir möchten Ihnen hier eine kleine Hilfestellung geben, und Ihnen klar machen, dass das Internet zwar viele Informationen für Sie bereit hält, aber der Gang zum Arzt bei Beschwerden nicht umgänglich ist.

Sollten auch Sie immer wieder unter Blähungen leiden, bitten wir Sie, Ihren Arzt aufzusuchen, denn hinter diesem Symptom können sich Erkrankungen verstecken, mit denen Sie sicherlich nicht gerechnet haben. Und daher ist es so wichtig, diese vom geschulten Mediziner abklären zu lassen. Nur so vermeiden Sie Schlimmeres.

Immer wieder Blähungen – was ist denn nur los?

Gase entstehen im Darm während der Verdauung. Die Bakterien, welche die Nahrung zersetzen, sind dafür verantwortlich. Damit diese uns nicht belasten, oder gar unseren Bauch so aufblähen, dass es gefährlich wird, entledigt sich der Körper dieser Gase. Ein großer Teil wird einfach über die Lunge, also die Atmung wieder ausgegeben. Ein anderer Teil verlässt über den After den Körper.

Üblicherweise pupsen wir zwischen 10 und 20 Mal pro Tag, beziehungsweise innerhalb von 24 Stunden. Der Verdauungstrakt bildet nämlich innerhalb dieses Zeitraumes bis zu 14 Liter Gase, und diese müssen wieder raus. Kommt es zu vermehrter Gasbildung kann entweder die Ernährung dafür verantwortlich sein, oder die Bakterienstämme, welche gut für unseren Organismus sind, sind einfach zu unterrepräsentiert. Das heißt, es gibt zu wenige davon.

Dies kann zur Folge haben, dass die Darmflora gestört ist. Dies wiederum kann zu Erkrankungen und auch dauerhaften Blähungen führen. Dauerhafte Blähungen werden auch Meteorismus genannt. Diese sind vor allem daran zu erkennen, dass sie täglich verstärkter auftreten und häufig mit sehr unangenehmen Gerüchen verbunden sind. Konkret bedeutet das, wenn die Menge an Gasabgängen pro Tag bis zu 30 Mal erreicht.

Für die Betroffenen, kann dies eine starke Belastung darstellen, die auch mit vielen Einschränkungen im Alltag verbunden sein kann. Neben dem Problem, dass Blähungen gesellschaftlich ein Problem darstellen können, sind diese starken Gasabgänge auch mit Schmerzen und Völlegefühl häufig verbunden.

Sind Blähungen gefährlich?

Die Blähungen selber sind ein Symptom, wie Kopfschmerzen. Doch deuten sie häufig auf eine Ursache, ein Problem hin. Sie sind wie eine Fehlermeldung des Körpers. Diese Ursachen können dauerhafte Blähungen haben:

Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Laktose, Gluten, Fruktose u.a.)
Allergien oder Infektionskrankheiten
Bewegungsmangel oder eine ungesunde Ernährung
Reizdarmsyndrom macht sich durch starke Darmbeschwerden und Blähungen bemerkbar
Magen-Darm-Infekte oder die Einnahme von Medikamenten

Leider können auch schwere Erkrankungen im Bereich Krebs dahinter stecken. Es sollte also wirklich gehandelt werden, wenn Sie unter dauerhaften und wiederkehrenden, starken Blähungen leiden.

Reagieren Sie sofort, wenn folgende Symptome mit den Blähungen auftreten:

  • Stetiges Erbrechen und Unwohlsein
  • Blut im Erbrochenen oder Stuhlgang
  • voluminöser, übelriechender Stuhl
  • Rascher Gewichtsverlust
  • Fieber

Dies kann zu einer Dysfunktion der Bauchspeicheldrüse hindeuten, aber auch eine funktionelle Störung des Darmes kann hier vorliegen. Unter anderem machen sich auch Darm-Tumore und eine Darmentzündung auf diese Weise bemerkbar.

Ernstere Erkrankungen zeigen sich oftmals mit starken Blähungen und immer wieder auftretende Verstopfung mit Durchfall im Wechsel. Dies deutet deutlich auf eine Störung im Körper hin. Dabei muss nicht immer der Darm selbst betroffen sein. Die Erkrankung kann auch wo ganz anders im Organismus liegen.

Was hilft bei ständigen Blähungen?

Eine Ernährungsumstellung kann durchaus helfen, sofern keine weiteren Ursachen, außer einer ungesunden oder für den Körper unverträglichen Ernährung vorliegen. Sollte eine Änderung der Lebensgewohnheiten, der Reduktion von Stress oder die Steigerung von Bewegung nicht zum gewünschten Ziel führen, so ist der Gang zum Arzt unumgänglich.

Wie wir bereits oben beschrieben haben, können Darmgase ein Anzeichen für schwere Erkrankungen darstellen. Daher bitten wir Sie eindringlich, dies nicht abzutun, oder auf die leichte Schulter zu nehmen, oder gar zu ignorieren. Gehen Sie zu Ihrem Hausarzt und sprechen Sie mit ihm offen darüber. Nur so kann Ihnen geholfen werden. Die Ursache für solch starke und dauerhafte Blähungen muss gefunden und behandelt werden.

Anhand von verschiedenen Untersuchungen kann so ermittelt werden, welche Erkrankung oder Störung vorliegt. Diese kann dann zielgerichtet behandelt werden. Hier gilt vor allen Dingen: Wer frühzeitig zum Arzt geht, hilft dabei, die Ursache möglichst früh zu erkennen und zu behandeln. Beim Thema Blähungen handelt es sich beim Arzt nicht um ein Tabu. Er hat täglich damit zu tun und ist geschult darauf, den Betroffenen zu helfen. Außerdem: Sollte keine schwere Erkrankung vorliegen, so können Sie erleichtert sein und der Arzt hilft Ihnen dabei die Beschwerden zu lindern.

Dies kann das Lebensgefühl, die Lebensfreiheit und die Lebensfreude wieder zurückholen und Ihnen so wieder zu einem normalen Alltag verhelfen. Vertrauen Sie sich Ihrem Arzt an, und überlassen Sie nichts dem Zufall.

Dieser Beitrag stellt in keiner Weise ein Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar und ist lediglich als unverbindliche Information anzusehen. Für die Erstellung eigenständiger Diagnosen kann und darf dieser Beitrag nicht herangezogen werden. Für Schäden, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, wird gegen-blaehungen.de weder direkt noch indirekt zur Verantwortung gezogen. Die Betreiber dieser Seite raten allen Benutzern mit Gesundheitsproblemen dazu auf, immer einen Arzt aufzusuchen, der Sie beraten kann, welche Behandlung in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist. Wir raten von Behandlungen ohne ärztliche Aufsicht ab.