Das Roemheld-Syndrom kann Angst machen

Die Auswirkungen von Blähungen nehmen wir mit dem steigenden Alter anders wahr. Zudem können bestimmte körperliche Erkrankungen, oder gesundheitliche Einschränkungen dazu führen, dass starke Symptome auftreten, wenn wir unter Blähungen leiden. Das große Problem ist, dass sie sich auch wie ein Herzinfarkt anfühlen können und tatsächlich können Blähungen Auswirkungen auf das Herz haben. Angst und Unwissenheit können beim so genannten Roemheld-Syndrom dazu führen, dass sich die Panik steigert und tatsächlich ein Infarkt ausgelöst wird. Dies gilt es unbedingt zu verhindern. Wie dieses Syndrom entsteht, wie Sie erkennen, ob es sich um einen Herzinfarkt handelt und wie Sie sich richtig verhalten, das erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Engegefühl in der Brust? – Panik bricht aus

Ab einem gewissen Alter, oder auch bei Personen, die viel unter Stress stehen und großem Druck im Alltag ausgesetzt sind, kommt schnell Angst auf, wenn sich ein enges Gefühl im Brustbereich breit macht. Häufig kommt es dann zu einem steigenden Puls, da wir uns aufregen und vor Angst vor einem möglichen Infarkt einfach dort hinein steigern. Sind das Anzeichen für einen Herzinfarkt? Wie schaffe ich es das? Werde ich möglicherweise sterben? Wer ist in der Nähe mir zu helfen? All dies schießt sekundenschnell durch den Kopf. Es klingt schwer, aber es ist sehr wichtig in dieser Situation ruhig zu bleiben. Blähungen drücken beim Roemheld-Syndrom auf den Herz-Brust-Bereich und können dann das Gefühl auslösen, es handle sich um einen Infarkt. Ähnlich wie diese Symptome zeigen sich auch die Erscheinungsbilder beim Syndrom. Maßgeblich davon betroffen sind vor allem Männer.

Diese leiden zudem an Übergewicht und so ist das Bild vom Herzinfarkt schnell perfekt. Doch auch das Roemheld-Syndrom ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, denn es ist ein wirklich ernstes Warnsignal. Was ist denn dieses Syndrom überhaupt, werden jetzt viele fragen. Auch hier sehen wir unsere Verantwortung und möchten dies gerne klären. Anfang des 20. Jahrhunderts fand der deutsche Arzt Ludwig von Roemheld heraus, dass es Blähungen gibt, welche sich bis in die Lungen- und Herzregion ausbreiten können. Sie verursachen dann ähnliche Symptome, welche sich anfühlen können, als erleide man einen Herzinfarkt.

Wie kann es zu so einer Erscheinung kommen?

Damit man überhaupt verstehen kann, wie das Roemheld-Syndrom in Erscheinung treten kann, müssen wir einen kleine Ausflug in die menschliche Anatomie unternehmen. Links unter dem Zwerchfell befindet sich unser Magen. Hier liegen auch Darmabschnitte. Durch fettiges Essen, Alkohol oder auch dem Verzehr von blähenden Lebensmitteln sowie Nahrungsmittelintoleranzen kann es zu einer vermehrten Gasbildung während der Verdauung kommen. Durch diese Ansammlung blähen sich der Magen und der obere Darmabschnitt auf. Dies drückt dann gegen das Zwerchfell und das Herz.

Dies kann Angst machen, denn der entstehende Druck kann sich auf den gesamten Brustbereich auswirken und ein starkes, beklemmendes Gefühl auslösen. Durch die aufkommende Angst,o der gar Panik, wird der Herzschlag beschleunigt, was zu einer flacheren Atmung führt. Dies wiederum sorgt dafür, dass der Blutdruck absinkt. Tatsächlich kann dies bei den Betroffenen und auch den Außenstehenden so wirken, als handle es sich um einen Herzinfarkt. Das Problem daran ist, dass die meisten Menschen noch nie etwas vom Roemheld-Syndrom gehört haben und es daher extrem unbekannt ist.

Die Idee, dass es sich um das Syndrom handeln könne, kommt meist erst viel später auf, wenn sich ein Mediziner der Sache annimmt. Wir möchten hier auf jedem Fall betonen, dass es in einer solchen Situation zwingend notwendig ist, den Arzt zu rufen. Denn niemand ohne medizinisches Fachwissen und entsprechender Ausstattung, kann vor Ort eine ausreichende Diagnose stellen. Es kann schlicht, aufgrund der gleichen Symptome nicht ausgeschlossen werden, dass kein Infarkt vorliegt.

Das Roemheld-Syndrom muss abgeklärt werden

Neben den bereits genannten Symptomen kann das Syndrom auch die folgenden Erscheinungen aufweisen, weswegen ein Besuch beim Arzt für jeden Betroffenen unumgänglich ist:

  • Herzrasen und Herzrhythmusstörungen
  • Schluckprobleme und ein Engegefühl im Halsbereich
  • Atemnot / das Gefühl keine Luft bekommen zu können
  • Kollaps des Kreislaufes, kommt eher selten vor
  • Angstzustand und Schwindelgefühl sowie Hitzewallungen

Nach erfolgter Untersuchung gibt es dann entsprechende Maßnahmen, wie man beim Roemheld-Syndrom vorgehen kann. Auch eine Soforthilfe kann den Betroffenen direkt helfen und die Angst lindern. Wichtig ist aber wirklich, dass der Arzt einen Infarkt ausgeschlossen hat. Durch Verdauungsfördernde Teesorten, Wärme, Bewegung und gezielte Entspannung, kann das Roemheld-Syndrom behandelt werden. Kommt es immer wieder zu den Symptomen, so sollte eine Intoleranz gegenüber bestimmten Lebensmitteln ausgeschlossen werden. Denn die Beschwerden sind zwar im Prinzip „harmlos“, können aber den Betroffenen stark belasten. Eine Ernährungsumstellung hat in vielen Fällen sehr gute Ergebnisse erbracht. Vermieden werden sollte vor allem Völlerei, blähende Lebensmittel sowie stark gewürztes und fettiges Essen. Hilfe erhalten Betroffene auch bei Ernährungsberatungsstellen.

Dieser Beitrag stellt in keiner Weise ein Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar und ist lediglich als unverbindliche Information anzusehen. Für die Erstellung eigenständiger Diagnosen kann und darf dieser Beitrag nicht herangezogen werden. Für Schäden, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, wird gegen-blaehungen.de weder direkt noch indirekt zur Verantwortung gezogen. Die Betreiber dieser Seite raten allen Benutzern mit Gesundheitsproblemen dazu auf, immer einen Arzt aufzusuchen, der Sie beraten kann, welche Behandlung in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist. Wir raten von Behandlungen ohne ärztliche Aufsicht ab.

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