Was ist dran, an gut gemeinten Ratschlägen zu Blähungen?

Salat

Pflaumen, Kirschen oder sonstiges Steinobst sollte nicht gegessen werden, wenn man dazu Wasser trinkt. Auf Kartoffelgerichte sollte keine Milch getrunken werden und weitere ähnliche Dinge gibt es, die uns unsere Großeltern bereits erklärt haben. Doch ist wirklich etwas dran, an diesen Mythen, die sich von Generation zu Generation weiter verbreiten? Viele dieser Halbweisheiten stimmten tatsächlich nicht, oder sind einfach längst veraltet, weil wir heute andere Möglichkeiten haben. Beispielsweise die Reinigung des Wassers oder die allgemeine Qualität der zur Verfügung stehenden Lebensmittel. Aber dennoch gibt es ein paar Dinge, die berücksichtigt werden sollten. Vor allem die Zusammenstellung der Nahrungsmittel kann ausschlaggebend dafür sein, ob man Blähungen und Bauchschmerzen bekommt, oder diese eben verhindern kann. Wer die folgenden Tipps beherzigt, kann Blähungen vermeiden.

Kombination und Reihenfolge der Lebensmittel beachten

Tatsächlich kann die falsche Kombination, Menge oder Reihenfolge darüber entscheiden, ob es zu Bauchschmerzen und Blähungen kommt, oder eben nicht. Es gibt aber auch Menschen, die einfach essen können was sie wollen. Sie können sich sprichwörtlich durch den gesamten Vorrat schlemmen und verspüren danach rein gar nichts, außer einem Sättigungsgefühl. Andere wiederum tun sich tatsächlich mit einigen Kombinationen schwer, da sie über eine empfindliche und sensible Verdauung verfügen. Grundsätzlich sollte allerdings gehandelt werden, wenn Blähungen nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel oder Nahrungsmittel immer wieder auftreten. Dann kann eine Allergie oder Intoleranz vorliegen. Diese kann jedoch nur ein Arzt abklären und im Anschluss die entsprechenden Therapiemaßnahmen mit dem Patienten durchgehen.

Bei gesunden Menschen jedoch kann es ebenfalls zu Blähungen kommen, wenn sie nicht auf ihre Ernährung achten. Gut, dieser Ratschlag ist irgendwie plausibel. Aber wieso spielt laut Medizinern und Ernährungsexperten auch die Reihenfolge dessen, was wir konsumieren, eine Rolle? Es kommt ganz darauf an, wie schnell das Lebensmittel verdaut wird. Hier können wir viel dafür tun, dass unser Körper weniger stark belastet wird. Obst und Salat benötigen meist deutlich weniger Zeit in der Verdauung, als viele andere Lebensmittel. Essen wir also den Salat vor der Hauptspeise macht das Sinn.

Genießen wir aber danach noch etwas Obst, so macht dies wiederum keinen, denn das Obst läge dann auf der langsam verdauenden Nahrung und würde anfangen zu gären. Das wiederum führt zu Blähungen. Fleisch und Fisch benötigen viel länger, um verdaut zu werden. Clever ist es also das Obst erst mit einem gebührenden Abstand nach dem Essen, beispielsweise als Nachmittagssnack oder kleine Zwischenmahlzeit am Vormittag vor dem Mittagessen zu genießen.

Jetzt gehen wir ins Detail!

Fitnessfans genießen gerne am Morgen als aller erstes einen schönen Smoothie. Das allerdings ist aus Sicht der Ernährungsberater absolut keine gute Idee! Gerade Obst und Gemüse sollten nicht auf nüchternen Magen genossen werden, ganz gleich in welcher Verarbeitung und welcher Form. Denn hier ist in der Regel viel Fructose enthalten, was dazu führt, dass unser Körper dies alles überhaupt nicht aufnehmen kann. Er gerät sprichwörtlich an seine Grenze der Aufnahmefähigkeit. Was dann am Morgen bereits völlig erschöpft ist. Ideal wäre es, Proteine mit Obst zu kombinieren, da dies viel besser verwertet werden kann.

Ein Joghurt mit frisch geschnittenem Obst, ist also eine gute Möglichkeit sich ein gesundes und Energiereiches Frühstück zuzubereiten. Am Abend trinken viele gerne einen Schluck Wein, als Ausklang, nach dem Essen oder für einen gemütlichen Abschluss des Tages. Doch auch hier lauern Gefahren. Alkohol macht die Verdauung träge. Grundsätzlich gilt übrigens die Regel immer: Egal welche Lebensmittel Sie zu Alkohol kombinieren. Des Weiteren ist es übrigens recht gut, um etwas Positives zu nennen, wenn Fleisch und Vitamin C zusammen aufgenommen werden. Wer also einen Orangensaft zum Steak trinkt, der sorgt dafür, dass das Eisen besser aufgenommen werden kann. Gleichzeitig kann der Körper auch das Vitamin C besser verwerten.

Beim Kochen von Kohl sollte unbedingt Kümmel hinzugefügt werden, da dieser die Eigenschaft hat, bereits beim Garen des Kohlgemüses die blähenden Inhaltsstoffe zu reduzieren. Es ist allerdings wichtig zu wissen, dass nicht alle Tipps für jeden Menschen funktionieren. Je nach Alter, Lebenssituation und Ernährungsweise kann es auch bei einer eigentlich ganz ordentlichen Kombination der Nahrungsmittel zu starken Blähungen kommen. Sollte dies der Fall sein, kann es helfen, sich die Umstände selbst einmal genauer zu betrachten. Was esse ich wann, und wie viel? Rauche ich, oder trinke ich sehr viel Kaffee? Bewege ich mich zu wenig? Anhand einiger Punkte kann meist schnell erkannt werden, was geändert werden sollte. Fehlt einem hier der Überblick oder kommen Fragen dazu auf, kann der Besuch bei einer Ernährungsberatung schnelle Hilfe bieten.

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