Warum pupsende Kühe unser Klima ernsthaft bebrohen

pupsende Kühe

In der Tat klingt es etwas lustig, wenn erklärt wird, dass Kühe eine Bedrohung für unser Klima darstellen. Allerdings sind es nicht die Kühe selber, sondern ihre Blähungen und davon haben sie leider reichlich. Deswegen alle Kühe ausrotten? Nein, auf keinen Fall. Aber damit die Zusammenhänge verstanden werden können, haben wir uns diesem Thema einmal ausführlicher gewidmet. Und was so witzig klingt, ist eigentlich ziemlich dramatisch. Wir könnten also unser Klima durch weniger Blähungen retten, aber lesen Sie selbst.

Weniger Blähungen könnten das Klima retten

In der Tat klingt es tatsächlich wie eine lustige Geschichte. Doch das Problem ist etwas, das sogar Wissenschaftler beschäftigt. Die Blähungen von Kühe enthalten eine extrem hohe Menge an Methan. Dies ist ein Kohlenwasserstoff, der um das 25-fache stärker ist als das bekannte Treibhausgas CO2. Das heißt ein Pups einer Kuh gefährdet das Klima um das 25-fache, im Vergleich zur gleichen Menge an CO2 Ausstoß. Forscher sind nun damit beschäftigt herauszufinden, wie es gelingen kann, dass Kühe quasi weniger Methan ausstoßen, also weniger pupsen.

Bei Neu-Delhi in der Region Kota scheint nun eine erste Lösung gefunden worden zu sein. Hier gibt es eine Farm, welche über 130 Kühe verfügt. Dieser Bio-Milchbetrieb füttert seinen Tieren eine eigens hergestellte Mischung. Darin enthalten sind zerkleinertes Gras sowie Mais-Sprossen. Mittlerweile wurde festgestellt, dass diese Mixtur dafür sorgt, dass die Kühe deutlich weniger Methan ausstoßen. Um genau zu sein, sind es 500 Liter weniger Methan pro Kuh und pro Tag!

Supermischung auch für andere Kühe denkbar?

Wer schon einmal unter Blähungen gelitten hat, weiss selber, dass dies nicht angenehm ist. Für Kühe ist dies ein völlig normaler Prozess, da sie aufgrund des Aufbaus ihrer Verdauung keine andere Möglichkeit haben, als Gase zu produzieren. Dennoch könnten die gesenkten Blähungen auch den Kühen zuträglich sein. Laut Betreiber der Farm soll der Ausstoß an Methan um bis zu 70 Prozent gesenkt worden sein.

Wäre diese Mischung also auch etwas für alle anderen Kühe weltweit? Für das Futter wird Alfalfa sowie ein Gras mit dem Namen Makkhan verwendet. Diese wächst in der Region der Farm. Des Weiteren baut diese Kuh-Farm selbst das Futter in einer Hydrokultur an. Die Pflanzen können ohne Erde im Wasser gedeihen. Generell wäre die Möglichkeit also überall auf der Welt geboten. Denn diese Futtermischung könnte grundlegend überall angebaut werden.

Weitere Forschungen zu anderen Futtermethoden

Das Problem der Kuhpupse ist tatsächlich etwas, das Forscher stark beschäftigt. Überall auf der Welt werden neue Futtermischungen und Methoden ausprobiert, um den Methanausstoß der Wiederkäuer zu senken. Heute ist bekannt, dass die Ernährung der Kühe eine tragende Rolle spielt. Zu diesem Zweck wurde getestet wie sich fermentierte Destillerie-Produkte auswirken. Auch hier gab es das Ergebnis, dass sich die Metahn-Emission reduzieren ließ.

Zudem wurde ebenfalls herausgefunden, dass die Fütterung von Ölsamenkuchen und speziellen indischen Gewürzen d ie Blähungen, beziehungsweise die Methan-Emission reduzieren. Indische Gewürze? Adaptiert man diese Aussage auf den Menschen, so wird klar, so unterschiedlich sind wir wohl nicht, denn auch beim menschlichen Körper können diverse indische Gewürze Blähungen reduzieren.

Bei den Kühen sorgen sie dafür, dass die Mikroben, welche im Darm der Rinder leben, von der Wasserstoffversorgung abgeschnitten werden. Die chemische Reaktion von Kohlenstoff und Wasserstoff wird dadurch eingeschränkt. Das Resultat ist automatisch weniger Methan.

Kann die neue Fütterung den Tieren schaden?

Laut Viehzüchter, Bauern und Experten schadet die veränderte Ernährung den Tieren nicht. Auf der oben genannten Farm werden sogar handverlesene Futtermischungen gereicht. Außerdem gibt auch das Forschungsinstitut Empfehlungen und neue Richtlinien für Viehfutter heraus. Dies geschieht in regelmäßigen Abständen. Bauern wünschen sich, dass sie neben einer Senkung des Methan-Ausstoßes auch die Milchproduktion erhöhen können.

Denn genau davon leben die meisten Betriebe. Auf der Farm bei Neu-Dehli ist das Schlachten der Kühe verboten. Die Bauern leben hier ausschließlich von der Milchproduktion sowie der Produktion der Kuhfladen. Auch hierzulande soll die Emission von Treibhausgasen weiter gesenkt werden. In Indien müssen sie sogar gesenkt werden, denn 2015 wurden in Paris Klimaziele festgelegt.

Senkt Indien nicht die Methan-Emission, so könnte das Ziel nicht erreicht werden. Dies ist mit Sicherheit einer der großen Gründe, warum besonders in Ländern wie Indien so stark daran gearbeitet wird, dass Kühe weniger Methan ausscheiden. Mit Erfolg, wie man anhand des genannten Beispieles sehen kann.

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