Kurz und prägnant: So entstehen Blähungen – und das können Sie dagegen tun

Sicherlich hat jeder von uns einmal bereits unter starken Blähungen gelitten. Sofern diese auch wieder zügig verschwinden, besteht kein ernsthaftes Bedenken und wir alle vergessen sie schnell wieder. Dennoch sind Blähungen völlig normal und begegnen uns im Alltag. Sie sind ein ständiger Begleiter, selbst wenn wir sie nicht immer aktiv wahrnehmen. Ein Großteil der Blähungen scheidet unser Körper einfach aus. Und das ganz unbemerkt. Einige Blähungen spüren wir deutlich, während wir bei anderen sehr stark leiden können. Doch wie entstehen die Blähungen eigentlich und was kann jeder dafür tun, dass sie unseren Körper nicht belasten? Lesen Sie hier, kurz und knapp das Wichtigste dazu.

Von normal bis problematisch – Blähungen können viele Facetten haben

Die herkömmliche Menge an Darmgasen liegt im Durchschnitt bei 1,5 kg bei einem erwachsenen Menschen. Die Gase werden jedoch nicht nur im Darm produziert und über den Darmausgang ausgeschieden. Es gibt auch eine größere Menge an Gasen, welche bereits in den ersten Schritten der Verdauung, also auch im Magen entstehen können. Diese werden dann über den Rachenraum ausgestoßen. Viele der produzierten Gase atmen wir übrigens einfach aus. Nur ein recht geringer Teil gelangt durch den Darmausgang nach draußen. Alles was diese Menge übersteigt muss nicht unbedingt kritisch sein. Erst wenn wirklich Beschwerden dazu kommen, die Blähungen immer wieder kommen oder sogar täglich sehr stark auftreten, sollte dies ein deutliches Warnsignal darstellen. Ab so einem Zustand kann durchaus von einem problematischen Fall gesprochen werden. Dieser sollte dringend durch einen Arzt abgeklärt werden. Warum? Das erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Was kann hinter Blähungen stecken?

Es gibt eine große Bandbreite an Auslösern, welche für Blähungen verantwortlich sein können. Generell gelten vor allem blähende Lebensmittel und auch Getränke mit Kohlensäure zu den Hauptursachen. Auch Alkohol, Nikotin und Koffein können für Blähungen sorgen. Darüber hinaus gibt es auch sehr viele Menschen, die unter einer Allergie oder Intoleranz sowie einer Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Stoffen oder Lebensmitteln reagieren. Viele davon wissen es nicht, und nehmen die Blähungen, und teilweise sehr schmerzhaften Begleiterscheinungen, einfach so in Kauf. In seltenen Fällen können auch chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn oder auch Darmkrebs dahinter stecken. Wichtig ist zu verstehen, dass Blähungen ausschließlich ein Symptom darstellen. Sie deuten immer auf eine Erkrankung des Körpers hin, sofern sie dauerhaft vorhanden sind und sich nicht auf herkömmlichen Wege begrenzen lassen.

Welche Maßnahmen können gegen Blähungen getroffen werden?

Generell gibt es eine Vielzahl an Hausmitteln, die bereits bei der Zubereitung der Speisen helfen können, späteren Blähungen vorzubeugen. Hierfür eignet sich vor allem Fenchel und Kümmel. Sie können zu den Speisen zugefügt werden. Grundsätzlich sollten alle Gerichte auf schonende Weise gegart werden. Starke Gewürze, wie Salz, Pfeffer oder Chili sollten in Maßen genossen werden. Auch Kaffee, Alkohol oder sonstige Konsumgüter sollten möglichst gering konsumiert werden. Bewegung ist ebenfalls sehr wichtig. Sie regt den Stoffwechsel an und sorgt somit dafür, dass der Körper aktiv bleibt. Auch die Verdauung profitiert davon. Sie wird nicht träge, sondern bleibt ebenfalls aktiv. Bei akuten Blähungen hilft Ruhe und Wärme. Eine Bauchmassage sowie das langsame Trinken von Tees kann ebenfalls dazu beitragen, dass zügige Linderung eintritt. Des Weiteren gibt es in der Apotheke entgasende Medikamente, welche ohne Rezept erhältlich sind. Wichtig ist es auch, ausreichend zu trinken. Dies regt den Darm an und lässt ihn seine Arbeit mühelos verrichten. Geeignet sind ungesüßte Fruchtschorlen und Tees, sowie kohlensäurefreie Getränke. Auf stark zuckerhaltige Speisen und Getränke sollte generell verzichtet werden.

Der Arzt sollte dann aufgesucht werden, wenn die Blähungen immer wieder kommen, sehr stark auftreten, nach dem Genuss bestimmter Speisen oder Lebensmittel aufkommen, oder mit schweren Begleiterscheinungen auftreten. Wichtig ist, dass hier keiner Angst oder Scham hat. Der Arzt kann durch entsprechende Untersuchungen herausfinden, was die Ursache für die Verdauungsbeschwerden sind. Danach lässt sich eine Maßnahme einleiten, damit die Blähungen verschwinden oder reduziert werden können. Bei manchen Krankheitsbildern können die Blähungen lediglich minimiert, aber nicht komplett beseitigt werden. Klagen Kinder oder Jugendliche häufiger über Bauchschmerzen, so könnten auch hier Blähungen der Grund sein. Ob Kinder oder Erwachsene: Im Falle eines Falles ist der Gang zum Arzt immer der Richtige. In vielen Fällen genügt es schon, eine leichte Korrektur der täglichen Ernährung vorzunehmen, um den Blähungen den Gar aus zu machen.

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