Blähungen bei Darmparasiten – Sie können die Ursache sein

Wer unter Blähungen leidet geht meist von anderen Ursachen als Darmparasiten aus. Dabei können diese kleinen Biester, welche sich im Darm einnisten wirklich ein Problem darstellen. Man meint ja immer, in Deutschland gäbe es so etwas nicht, doch Darmparasiten können in unterschiedlicher Form auftreten. Mal harmlos, mal dramatisch. Wie erkennt man diese eigentlich und warum können sie so starke Blähungen verursachen? Und vor allem, wie wird man sie wieder los? Je nach Parasit gibt es eine spezielle Lösung hierfür. Doch beginnen wir einfach am Anfang.

Würmer – jeder kennt sie, keiner braucht sie

Die meisten Menschen leiden unter einem Wurmbefall in ihrer Kindheit. Hier funktioniert die Übertragung recht einfach. Klassischer Fall: Kind spielt im Sandkasten, steckt die Finger in den Mund, und schon können sich die Würmer ihren Weg bahnen. Viele Sandkästen sind das Klo von streunenden Katzen. Einige dieser Katzen leiden unter auf den Menschen übertragbare Würmer. Dieser Wurmbefall ist nicht immer ganz unbedenklich, vor allem, wenn er erst nach einer Weile entdeckt wird. Eltern wird daher oftmals geraten, hin und wieder den Kot ihrer Kinder zu begutachten. Etwas, was viele Menschen nicht gerne tun, was aber nötig ist. Weiterhin kann ein solcher Befall von Madenwürmern auch bemerkt werden, wenn sich das Kind häufig am After kratzt. Die Würmer sind in der Regel Nachts aktiv. Dann legen sie am After ihre Eier ab. Aber auch am Tag oder späten Nachmittag kann es bereits zu ersten Aktivitäten kommen. Diese jucken recht stark. Es kann auch zu einem sehr hellen, stechenden Schmerz im Afterbereich kommen. Ein Wurmbefall sollte möglichst sofort behandelt werden. Es genügt übrigens nicht, wenn nur einer in der Familie, jener der die Würmer tatsächlich hat, behandelt wird. Dann ist eine komplette Wurmkur für alle angesagt.

Wie kann sich ein Wurmbefall äußern?

Je nach Parasit ist das ganz unterschiedlich. Manche Wurmarten sind schwer zu bemerken, während andere ganz deutlich zeigen, dass sie da sind. Bei einer herkömmlichen Ernährung sollte ein Mensch üblicherweise nicht stark an Gewicht verlieren. Bei einem Befall von Parasiten kann dies jedoch recht zügig gehen, obwohl eine herkömmliche Menge an Nahrung aufgenommen wird. Des Weiteren kann es zu Verdauungsbeschwerden, wie Durchfall, Krämpfe oder auch Bauchschmerzen kommen. Ein Blähbauch oder auch das ständige Ausscheiden von Blähungen können Anzeichen für einen potentiellen Wurmbefall sein. Sollte der Verdacht bestehen gilt eines: Direkt zum Arzt! Am besten mit einer Kotprobe im Gepäck. Hierfür muss sich niemand schämen, aber der Wurm muss direkt behandelt werden. Es gibt nämlich leider auch Darmparasiten, welche sich durch die Darmwand fressen können, oder innere Organe schädigen. Generell schlägt ein Wurmbefall aber auch auf den gesamten Organismus und Kreislauf. Daher ist schnelles und konsequentes Handeln angesagt. Sollten die Beschwerden auch nach der Behandlung anhalten, muss sofort wieder der Arzt aufgesucht werden. Des Weiteren ist es üblich, besonders bei einem schweren Befall, nach einer Wartezeit und Gabe einer entsprechenden Medikation, erneut eine Kotuntersuchung zu veranlassen. Dies ist nötig, um sehen zu können, ob der Wurmbefall beseitigt werden konnte.

Besonders lästig: Der Madenwurm

Er ist häufig verbreitet in Deutschland. Bei Kindern liegt die Befallrate bei etwa 30 Prozent. Ungefähr 10 Prozent aller Erwachsenen tragen ihn ebenfalls in sich. Er ist einer der am Weitesten verbreiteten Wurmarten in Deutschland. Das Gute daran ist: Er kann recht unkompliziert mit Medikamenten beseitigt werden. Doch keine Panik: Wer sich jetzt unsicher ist, ob er unter Würmern leidet, kann mit seinem Arzt darüber sprechen. Von einer generellen Entwurmung ist aber abzusehen, da die Medikamente recht stark wirken können und in der Regel auch nicht ohne Rezept erhältlich sind. Es gibt aber auch gute Möglichkeiten einem Wurmbefall vorzubeugen. Kräuterwurmkuren können helfen, sowie natürlich das obligatorische regelmäßige und gründliche Händewaschen. Gemüse und Obst sollte stets gut gewaschen werden, denn auch hier können sich Wurmeier absetzen. Als gefährlicher gilt der Bandwurm. Er kann über infiziertes Fleisch aufgenommen werden. Ein Bandwurm kann entweder keine oder sehr starke Beschwerden hervorrufen. Wer sich unsicher ist, sollte dringend den Arzt konsultieren, denn die Diagnose kann ausschließlich über den Arzt gestellt werden. Finden sich im Kot vereinzelte, wenige Zentimeter lange Stücke, meist weißlich gefärbt, so kann dies auf einen Wurmbefall hindeuten. In diesem Fall sollte sofort gehandelt werden, denn ein Bandwurmbefall kann im schlimmsten Fall tödlich enden.

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