Nach Krankheit oder Lebensmittelvergiftung den Darm wieder ins Lot bringen

Praktische Tipps die schnell und effektiv wirken 

Immer wieder hören wir, das Cola und Salzstangen oder Zwieback und Kamillentee bei Magen-Darm-Erkrankungen helfen. Was ist wirklich dran und kann der Darm dadurch auch wirklich schnell wieder reguliert werden und zügig genesen? Was dahinter steckt, das lesen Sie heute in diesem Beitrag.

Der entscheidende Unterschied

Ganz vorne weg: Es gibt einen großen Unterschied, ob Hausmittel helfen können oder nicht. Im Bereich der Magen-Darm-Erkrankungen hängt dies dabei davon ab, ob es sich um eine chronische Erkrankung handelt, ein Infekt wie Magen-Darm-Grippe ist, oder es sich um eine einfache Magenverstimmung handelt. Eine chronische Erkrankung kann meist nur durch eine entsprechend auf den Patienten abgestimmte Therapie und Medikation behandelt werden. Bei einem Infekt können gewisse Hausmittel als Ergänzung zur Medikation einen wertvollen Dienst leisten. Bei einer Magenverstimmung hingegen, gibt es gute und einfache Wege, um Magen und Verdauung schnell wieder in Einklang zu bringen.

Wie können welche Hausmittel bei Magen-Darm-Grippe und Verstimmung helfen?

Es gibt viele frei verkäuflichen Produkte, welche in Form von Hausmitteln gegen Magen-Darm-Grippe, Übelkeit oder Magen-Darm-Verstimmungen helfen können. Wer jedoch länger als zwei Tage unter den Symptomen leidet, diese schmerzhaft sind, oder sich verstärken sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Mit die gängigsten Mittel sind Magen-Darm-Tees, Wärme und viel Ruhe. Dagegen ist auch absolut nichts einzuwenden, denn Ruhe lässt den Körper regenerieren, die Wärme lindert Schmerzen und entspannt zusätzlich. Die Flüssigkeitszufuhr ist sehr wichtig, da der Körper durch Erbrechen und Durchfall viel davon verliert. Wer jedoch zügig seine Magen-Darm-Probleme wieder in den Griff bekommen möchte, sollte auf Adsorbentien sowie Quellstoffe nicht verzichten.

Adsorbentien und Quellstoffe – was ist das?

Adsorbentien sind ein bestimmter Stoff, welcher in der Lage ist Bakterien, Gifte, die den Darm reizen sowie Viren zu binden. Durch die Bindung dieser, werden sie gemeinsam ausgeschieden, sodass eine Rasche Regeneration des Darmes möglich ist. Vorhanden sind diese Adsorbentien in Heilerde, Aktivkohle sowie in Präparaten, die Pektine enthalten. Pektine kommen in Pflanzen vor. Der pflanzliche Stoff ist daher in Karotten, Bananen und in vielen Zitrusfrüchten zu finden. Aufgrund der hohen Säurekonzentration ist es jedoch abzuraten Zitrusfrüchte bei Magen-Darm-Erkrankungen zu genießen. Wählen Sie hierfür lieber einen geriebenen Apfel, welcher mit einer zerdrückten Banane zu einem Mus oder Brei angerührt wird. Quellstoffe kommen bei Durchfall oft zum Einsatz. Sie binden Wasser im Darm und sorgen dafür, dass die Konsistenz des Stuhls wieder fester werden kann. Präparate auf natürlicher Basis, welche Quellstoffe und Adsorbentien enthalten sind in jeder Apotheke und teilweise sogar in einem Reformhaus mühelos erhältlich.

Weitere Mittel gegen Magen-Darm-Erkrankungen

Um die Darmflora nach einer Erkrankung des Magen-Darm-Traktes wieder ins Gleichgewicht zu bringen können Probiotika hilfreich sein. Diese bestehen aus bestimmten Mikroorganismen, welche das Immunsystem stärken können und gleichzeitig Darmgifte und Bakteriengifte binden. Sie können die Darmgesundheit also wieder regenerieren, oder zumindest zu einem Anteil dazu beitragen, dass sich der Darm zügig erholen kann. Weitläufig gilt bei vielen Cola und Salzstangen als gute Methode, um dem Darm wieder auf Normalfunktion zu programmieren. Die enthaltene Kohlensäure in Cola ist jedoch weniger gut für den Magen und Darm. Wichtiger ist es dem Körper Elektrolyte und Mineralstoffe zuzuführen. Auch wenn viele darauf schwören, dass Cola und Salzstangen Blähungen, Erbrechen und Durchfall zügig lindern, zu einer gesunden Regeneration trägt es nicht unbedingt bei. Bessere Alternativen wären hier:

  • Brühe
  • Kartoffeln
  • Reis
  • Zwieback
  • Weißbrot (nicht zu frisch, ansonsten können Blähungen verstärkt werden)
  • Haferschleim
  • Babybrei
  • Besonders Babybrei enthält viele Nährstoffe und gibt dem Körper auf beruhigende Weise zügig, was er durch das Erbrechen und den Durchfall verloren hat.

Fazit:

Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Erwachsener bei einer Magen-Darm-Grippe nicht sofort zum Hausarzt geht, sondern mit Hausmitteln und frei erhältlichen Präparaten aus der Apotheke die Genesung in die eigene Hand nimmt. Sollten jedoch schwere Symptome auftreten, Blut im Stuhl zu finden sein oder Fieber und starke Schmerzen auftreten, Schwächezustände oder Kreislaufprobleme auftreten, ist der Krankheitsverlauf so schwerwiegend, dass eine Selbstmedikation oder Selbstbehandlung schwere Folgen haben könnte. Auch sollte beachtet werden, dass nicht behandelte Magen-Darm-Erkrankungen, welche durch einen Infekt entstehen, übertragbar sind. Die Ansteckungsgefahr ist also für jede Kontaktperson gegeben. Um kurzzeitig für Linderung zu sorgen, können gewisse Hausmittel auch bei Kindern angewendet werden. Hierbei sollte jedoch jeder in der Apotheke gezielt nach entsprechenden Mitteln für Kinder und speziell für das Alter des Kindes fragen. Dies ist auch lediglich zur Überbrückung gedacht und sollte auf keinen Fall den Gang zum Arzt ersetzen. Eltern wissen sicherlich, dass gerade Magen-Darm-Grippen dann ausbrechen, wenn das Kind Nachts in Ruhe schläft und dann erbrechen muss oder Schmerzen hat. Sollte jedoch das Erbrechen in kurzen Abständen statt finden, Fieber und/oder Schmerzen hinzukommen, so sollte jeder sofort mit seinem Kind zum Arzt. Ganz gleich, um welche Uhrzeit es sich handelt. Im Krankenhaus steht immer ein Notdienst zur Verfügung.

Dieser Beitrag stellt in keiner Weise ein Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar und ist lediglich als unverbindliche Information anzusehen. Für die Erstellung eigenständiger Diagnosen kann und darf dieser Beitrag nicht herangezogen werden. Für Schäden, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, wird gegen-blaehungen.de weder direkt noch indirekt zur Verantwortung gezogen. Die Betreiber dieser Seite raten allen Benutzern mit Gesundheitsproblemen dazu auf, immer einen Arzt aufzusuchen, der Sie beraten kann, welche Behandlung in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist. Wir raten von Behandlungen ohne ärztliche Aufsicht ab.

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