Wie läuft eine Darmspiegelung ab und welche Krankheitsbilder werden dadurch abgeklärt?

Eine Darmspiegelung, auch Koloskopie genannt, ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um schwerwiegende Erkrankungen wie Darmkrebs frühzeitig zu erkennen. Bisher nutzen immer noch sehr wenige die Früherkennungsmethode. Wie eine Darmspiegelung abläuft, welche Krankheiten dadurch erkannt werden können und warum eine regelmäßige Kontrolle Leben retten kann, das alles erfahren Sie hier.

Welche Krankheiten können durch die Darmspiegelung erkannt werden?

Mittels der Darmspiegelung können Krankheiten am Dickdarm und am Ende des Dünndarmes erkannt werden. Meist ist die Koloskopie eine gängige Methode in der Praxis, um Darmkrebs früh zu erkennen, oder für einen Darmkrebsvorsorgeuntersuchung. Durch die modernen Techniken ist es heute sogar möglich, Krebsvorstufen zu erkennen und zu entfernen. Damit reduziert sich die Gefahr, dass aus den Frühstufen tatsächlich Darmkrebsgeschwüre bilden können.

So läuft eine Darmspiegelung ab

Eine Spiegelung des Darmes wird mittels einem technischen Hilfsmittel, dem Endoskop durchgeführt. Dieses Gerät hat etwa den Durchmesser eines Fingers und verfügt über mindestens zwei Kanäle. In der Regel wird eine Darmspiegelung ambulant vom Spezialisten durchgeführt. Mit dem behandelnden Arzt kann auch im vorangegangenen Gespräch abgeklärt werden, ob der Patient ein Beruhigungsmittel nehmen möchte. Dieses macht leicht matt und schläfrig. Die meisten Patienten, welche diese Injektion nutzen berichten, dass die Untersuchung schmerzfrei abläuft. Wer diese Variante wählt, darf nach der Untersuchung nicht mehr Autofahren oder Maschinen bedienen und sollte daher weder arbeiten, noch sich ans Steuer setzen.

Die Dauer der Spiegelung beträgt etwa 20 bis 30 Minuten insgesamt. Das schlauchartige Gerät wird über den After in den Dickdarm eingeführt. Dabei wird über das Gerät Luft in den Darm eingelassen. Dies ist nötig, damit sich dieser weiten kann und der Arzt die Schleimhäute des Darmes besser einsehen kann. Das Endoskop wird während der Untersuchung bis zum Ende des Dickdarmes zum Übergang des Dünndarmes geschoben. Es kann auch sein, dass das eine Untersuchung des Dünndarmendes nötig ist. Sobald der letzte Untersuchungspunkt erreicht wurde, zieht der Arzt das Endoskop wieder langsam hinaus und kann dabei die Darmschleimhaut genauer betrachten.

Ein Endoskop ist so ausgestattet, dass es die Optik des Gerätes selbsttätig reinigen kann. Im oben angesprochenen zweiten Kanal liegt der Lichtleiter, damit der Arzt ausreichend Beleuchtung für die Untersuchung im Darminneren zur Verfügung hat. Damit die Bilder vom Darminneren nach Außen übertragen werden können, verfügt das Endoskop über eine kleine Kamera. Darüber hinaus kann über das Endoskop auch ein Instrument eingeführt werden, welches zur Gewebeentnahme genutzt werden kann. Damit ist der Arzt in der Lage kleine Eingriffe direkt durchzuführen oder Polypen zu entfernen, sofern dies nötig ist.


Bild-Quelle: Youtube Klinikum Stadt Soest

So kann sich auf die Darmspiegelung vorbereitet werden

Etwa vier Tage vor dem anstehenden Untersuchungstermin wird angeraten, keine eisenhaltigen Präparate mehr einzunehmen. Des Weiteren sollten Lebensmittel, welche Körner enthalten nicht mehr konsumiert werden. Darunter fallen auch Tomaten, Weintrauben, Körnerbrote, Müsli oder Kiwis. Am Tag vor der Untersuchung sollte möglichst leichtverdauliche Nahrung aufgenommen werden. Hierbei haben sich Joghurt oder eine klare Brühe bewährt. Darüber hinaus wird den Patienten ein abführendes Mittel verabreicht, welches sie schlucken müssen. Ab Mittags sollte nicht mehr gegessen, sondern ausschließlich getrunken werden. Am Untersuchungstag darf nicht gegessen werden. Anstelle eines Frühstücks erhalten die Patienten zum zweiten Mal das Abführmittel verabreicht. Dies ist notwendig, damit der Darm vollständig gereinigt wird und der untersuchende Arzt die Schleimhaut möglichst sauber vorfindet. Dies dient zu einer besseren Analyse der Schleimhaut. Bei der dauerhaften Einnahme von Medikamenten sollte der Arzt unbedingt davon in Kenntnis gesetzt werden, welche Präparate eingenommen werden müssen und seit wann die Einnahme erfolgt. Zu beachten ist, dass die Verhütungsmethode „Pille“ ihre Wirksamkeit für den laufenden Monat verlieren kann, da das abführende Mittel eingenommen werden muss.

Nur wenige nutzen die Früherkennung

Obwohl die Kosten für eine Darmspiegelung von den Kassen übernommen werden, gehen sehr wenige Menschen bisher zur Früherkennung. Die meisten Patienten gehen tatsächlich erst zur Darmspiegelung, wenn der Arzt dies aufgrund einer Diagnostik verschreibt. Zwar steigt die Zahl der Untersuchten jährlich kontinuierlich an, doch leider ist die Rate noch immer sehr gering. Dabei kann der Mensch durch eine Vorsorgeuntersuchung schwere Krankheiten früh erkennen und entsprechend schnell Behandlungsmethoden durchführen, um einen schweren Verlauf zu unterbinden.

Dieser Beitrag stellt in keiner Weise ein Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar und ist lediglich als unverbindliche Information anzusehen. Für die Erstellung eigenständiger Diagnosen kann und darf dieser Beitrag nicht herangezogen werden. Für Schäden, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, wird gegen-blaehungen.de weder direkt noch indirekt zur Verantwortung gezogen. Die Betreiber dieser Seite raten allen Benutzern mit Gesundheitsproblemen dazu auf, immer einen Arzt aufzusuchen, der Sie beraten kann, welche Behandlung in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist. Wir raten von Behandlungen ohne ärztliche Aufsicht ab.

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