Bittere Heilpflanzen – was sie bewirken können

Bei dem Wort „bittere“ Heilpflanzen zucken sicherlich einige zusammen. Doch dabei handelt es sich um sehr wirksame Heilmittel, welche seit vielen Jahrhunderten in unseren Regionen eingesetzt werden. Das Spektrum, das diese Pflanzen und ihre Wirkstoffe abdecken ist breit gefächert und kann sehr unterschiedlich ausfallen. Wer unter Blähungen leidet, oder nach dem Essen ein Völlegefühl verspürt, kann beruhigt sein. Denn hier gegen ist tatsächlich ein Kraut gewachsen. Um genau zu sein, sogar mehrere Kräuter.

Wie können bittere Heilpflanzen helfen?

In diesen speziellen Pflanzen sind Essenzen enthalten, welche vorbeugend gegen Blähungen eingenommen werden können. Es gibt noch weitere Heilpflanzen, die auch bei bereits aufgetretenen Darmproblemen für Beruhigung und Linderung sorgen können. Besonders zur Vorbeugung eignen sich die Bitterstoffe spezieller Pflanzen. Die potentiellen Blähungen werden somit direkt reduziert und der Darm kann in Ruhe seiner Tätigkeit nachgehen. Die Pflanzen verfügen über spezielle Wirkstoffe, die den Darm und Magen beruhigen und gleichzeitig die Entstehung von Gasen minimieren. Darüber hinaus sorgen sie dafür, dass der Darm angeregt wird, und bereits vorhandene Gase zügig abtransportiert werden können. Dies lindert von Anfang an mögliche Verdauungsbeschwerden und reduziert somit die Wahrscheinlichkeit von Aufkommenden Blähungen. Entscheidend ist, dass diese Pflanzen Bitterstoffe enthalten. Denn genau diese wirken im Darm gegen die Gasbildung vorbeugend.

Wie sollten die Heilpflanzen eingenommen werden?

Es gibt zur Einnahme der Stoffe verschiedene Möglichkeiten. Neben Pulvern und Tabletten gibt es auch Präparate die in Wasser aufgelöst werden müssen. Die besonders bekömmliche Art und Weise bittere Heilpflanzen einzunehmen ist das Trinken von Tees. Die Wärme sorgt dafür, dass sich die Stoffe ideal entfalten können und beruhigt gleichzeitig auch den Magenbereich. Darüber hinaus ist es für die meisten Menschen leichter etwas zu trinken, das den natürlichen Gewohnheiten entspricht, als Tabletten oder Kapseln zu schlucken. Ein ungesüßter Tee dieser Pflanzen ist daher mit wenig Aufwand und keinen Umständen verbunden.

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Enzianwurzel. (Bildquelle: Wikipedia)

Wann sollten die Tees eingenommen werden?

Empfohlen wird, dass die Tees aus Heilpflanzen etwa eine halbe Stunde vor dem Essen getrunken werden sollen. Dieser Zeitraum ist ideal. So kann der Tee im Magen und Darm wirken und bereitet so die Verdauung auf die folgende blähende Nahrung vor. Dadurch dient der Tee als vorbeugende Maßnahme und wirkt nicht sättigend. Im Vergleich zum Trinken eines Schnapses nach dem Essen hat diese Methode bedeutende weitere Vorteile. Schnaps besteht aus hochprozentigem Alkohol und hemmt damit die Verdauung und die Bewegungen des Darmes. Dies führt in der Regel zu noch mehr Darmproblemen beziehungsweise zu Blähungen. Obwohl man eigentlich genau dies durch das Trinken eines Schnapses vermeiden möchte, erreicht man das Gegenteil. Anders bei diesen speziellen Heilpflanzen-Tees. Sie hemmen die Verdauung nicht, sondern regen sie an und bieten damit den großen Unterschied. Darüber hinaus können diese Tees auch nach dem Essen getrunken werden. Was wiederum von vielen Menschen als besonders angenehm wahrgenommen wird. Der bittere Geschmack ist für manche eine Überwindung. Wer sich aber erst einmal daran gewöhnt hat, wird die Tees problemlos trinken können. Auch ist die überraschende Wirkung oftmals so beeindruckend, dass viele auf den Tee vor dem Essen nicht mehr verzichten möchten.

Welche Heilpflanzen eignen sich besonders gut?

Hier gibt es einige Varianten an Pflanzen, die gegen Blähungen vorbeugend oder nach dem Essen eingenommen werden können. Besonders wirksam sind hierbei Enzianwurzel, Löwenzahnwurzel und Löwenzahnkraut sowie Schafgarbenkraut. Diese enthalten einen hohen Anteil an den wichtigen Bitterstoffen und sind in Form von Tees in Reformhäusern und Apotheken erhältlich. Wichtig ist, dass die Tees nicht gesüßt werden, denn der bittere Geschmack ist es worauf es ankommt. Er sorgt im Magen und Darm dafür, dass Blähungen nicht entstehen können. Zucker und Honig hingegen würden die Wirkung hemmen und darüber hinaus den Darm in einen trägeren Zustand versetzen. Gegen Völlegefühl nach dem Essen helfen maßgeblich Heilpflanzen mit ätherischen Ölen. Ganz vorne hier stehen Fenchel oder Anis auf der Liste. Besonders wirksam sind diese Tees, wenn zur Zubereitung kein fertiges Produkt gekauft wird. Besser ist es getrockeneten Fenchel und Anis zu verwenden und diesen vor dem Zubereiten etwas zu zerstoßen. Dadurch werden die ätherischen Öle ideal freigesetzt und der Tee kann seine Wirkung voll entfalten. Auch Kümmel hat eine ähnliche Wirkung und kann sowohl in den Speisen wie auch in Tees verarbeitet werden. Wer zusätzlich zum Anistee etwas tun möchte, kann diesen also auch mit etwas Kümmel anreichern.

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