Slow Food – wie diese Ernährungsweise und Lebensmittel Blähungen verursachen können

Slow Food ist derzeit sprichwörtlich in aller Munde. Dahinter verbergen sich spezielle Lebensmittel. Doch auch diese können zu Blähungen führen. Warum dies so ist, und warum diese Blähungen im Grunde genommen sogar sehr gesund sind und was Slow Food bedeutet, wird in diesem Artikel erklärt.

Was ist Slow Food?

Unter dem Begriff Slow Food verbirgt sich sowohl eine Organisation wie auch eine Ernährungsweise. Diese Organisation hat diese spezielle Ernährungsweise ins Leben gerufen und steht daher mit ihrem Namen stellvertretend für diese Bewegung. Der Name setzt sich aus den englischen Begriffen slow für langsam und food für Essen zusammen. Daher ergibt sich der Zusammenhang zu langsamem Essen. Doch es geht hier nicht darum, die Speisen besonders langsam aufzunehmen oder gründlich zu kauen, denn ein langsames, stressfreies essen, bei dem gründlich gekaut wird, sollte selbstverständlich sein, egal wie sich ernährt wird.

Viel mehr verbirgt sich hinter slow food ein genussvolles, bewusstes essen, das aus regionalem Anbau stammt. Die Organisation selber möchte ein Bewusstsein prägen, das sich bewusst für regionale Anbieter von Lebensmitteln entscheidet und steht gegen globalisiertes Fastfood. Gegründet wurde die Bewegung in Italien und sollte dazu dienen die regionale Küche zu stärken, heimische, pflanzliche und tierische Produkte zu verwenden. Slow Food ist heute mehr als ein Trend, denn auf internationalen Messen werden bewusst auch Slow Food Stände aus der jeweiligen Region zugelassen.

Wichtig hierbei ist, dass die angebotenen Speisen und Lebensmittel bestimmten Kriterien entsprechen. Sie müssen nicht nur aus der Region stammen, sondern auch von besonders guter Qualität sein.

Sie müssen biologisch angebaut werden und dürfen nur unter gewissen Auflagen produziert und weiterverarbeitet werden. Nur regionale und saisonale Ware darf als Slow Food verkauft werden, wenn es den biologischen und ökologischen Bestimmungen entspricht. Dabei werden sowohl das Endprodukt, wie auch die verwendeten Lebensmittel und deren Anbau beziehungsweise Aufzucht berücksichtigt. Der Grundgedanke von slow food ist, dass die regionalen und lokalen Wirtschaftskreisläufe gestärkt werden. Weiterhin sollen die Sinne der Bevölkerung für ihre regionalen Verkäufer und Produzenten geschärft werden.

Warum kann slow food Blähungen verursachen?

Kennt man die Hintergründe was slow food ist, stellt sich diese Frage natürlich, da jeder davon ausgeht, dass es sich um besonders gesunde und hochwertige Lebensmittel handelt. Dies ist in der Tat ein Argument, aber genau dies wird dem Darm zum Verhängnis. Die Verdauung wurde Jahrelang mit Supermarkt-Lebensmitteln, Junk-Food, Fastfood und schneller Küche versorgt. Ohne Zweifel kann man sich auch mit einer solchen Mischung, sofern sie ausgewogen zusammengestellt ist, gut ernähren. Aber der hohe Gehalt an Nährstoffen und die hohe Qualität der Lebensmittel macht hier den Unterschied.

Der Darm wird auf einmal mit viel mehr Nähr- und Mineralstoffen versorgt. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn auf einmal deutlich weniger Nahrung aufgenommen wird als zuvor, denn hochwertige Nahrung sättigt aufgrund des hohen Gehaltes deutlich schneller. Damit der Darm sich an die neue Nahrung gewöhnt, benötigt er Zeit. Etwa 14 Tage sind nötig, bis sich der Körper auf die neue Ernährung eingestellt hat. In dieser Zeit können vermehrt Blähungen auftreten. Diese sollten danach aber verschwinden. Halten sie dennoch an, sollte der Gang zum Arzt selbstverständlich sein.

Möglichkeiten die Blähungen während der Ernährungsumstellung zu lindern

Bei einer hochwertigen und gesunden Ernährung ist es wichtig, dass möglichst auch weitere chemische Stoffe vermieden werden. Wer also dauerhaft die Ernährung umstellen möchte, sollte auf chemisch produzierte Ergänzungsmittel verzichten. Da die Umstellungsphase nur einen bestimmten Zeitraum in Anspruch nimmt, kann hier gezielt gegen Blähungen während dieser Zeit vorgegangen werden. Eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten sollte vermieden werden und ist in der Regel auch nicht nötig. Ausreichend trinken, sich bewegen und auf die Zusammenstellung der Speisen achten, kann bereits einen großen Teil an Blähungen ausschließen. Bei akuten Blähungen helfen ungesüßte Tees. Dabei können Früchtetees und Kräutertees mit Kümmel aufgekocht werden. Kümmel hat die Eigenschaft gegen Blähungen vorzugehen und den Darm zu beruhigen. Er sorgt dafür, dass die Gase nicht gesammelt werden können. Bei Krämpfen oder Bauchbeschwerden, die durch Blähungen entstehen, können warme Auflagen helfen. Hierfür sollte sich entspannt hingelegt werden. Auf den Bauch dann eine nicht zu heiße Wärmflasche auflegen. Bauchmassagen können ebenfalls gegen Beschwerden helfen. Hierfür einfach die Hand anwärmen, flach auf den Bauch legen und langsam im Uhrzeigersinn mit sanftem Druck kreisen. Diese Methode kann auch bei Babys und Kindern angewendet werden.

Dieser Beitrag stellt in keiner Weise ein Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar und ist lediglich als unverbindliche Information anzusehen. Für die Erstellung eigenständiger Diagnosen kann und darf dieser Beitrag nicht herangezogen werden. Für Schäden, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, wird gegen-blaehungen.de weder direkt noch indirekt zur Verantwortung gezogen. Die Betreiber dieser Seite raten allen Benutzern mit Gesundheitsproblemen dazu auf, immer einen Arzt aufzusuchen, der Sie beraten kann, welche Behandlung in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist. Wir raten von Behandlungen ohne ärztliche Aufsicht ab.

Schreibe einen Kommentar