Krankheiten als Ursache von Blähungen

Mediziner werden oft gefragt, ob Blähungen eine eigentliche Krankheit sind. Dies kann man nur mit einem „Jein“ beantworten, da es unterschiedliche Typen von Blähungen gibt. Wer an chronischen Blähungen leidet, erhält ein „JA“ als Antwort, denn chronische Blähungen sind in der Tat ein Krankheitsbild. Herkömmliche Blähungen, wie sie bei jedem Menschen täglich auftreten, sowie spontane und kurzzeitige Blähungen sind keine Krankheit. Symptome, welche bei Blähungen auftreten sind unter anderem:

  • Völlegefühl
  • Druckschmerzen im Oberbauch
  • Häufiges Aufstoßen sowie Gas ablassen durch den Darmausgang
  • Magenschmerzen
  • aufgeblähter Bauch
  • bis hin zu Kreislaufproblemen

Alle Symptome können auch gemeinsam auftreten und sich durch weitere Darmprobleme, wie Verstopfung oder Durchfall ergänzen.

Dazu sollte erwähnt werden, dass Blähungen auch ein Symptom einer anderen Erkrankung darstellen können. Wer also dauerhaft an Blähungen und anderen Erscheinungen leidet, sollte den Gang zum Arzt wählen. Denn dahinter können sich ausgeprägte Funktionsstörungen verbergen, welche durch eine Therapie, Diät oder Medikamente beseitigt werden können. Es kann also auch eine Erkrankung der Gallenblase vorliegen, oder eine Entzündung im Darm. Weiterhin ist es möglich, dass die Blähungen ein Erscheinung bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse darstellen. Besonders, wenn die Blähungen sehr stark sind, mit Schmerzen verbunden sind oder regelmäßig wiederkehren, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

In manchen Fällen liegt auch ein Reizdarmsyndrom vor, welches dann als weiteres Symptom die Blähungen aufweist. Generell können Darmerkrankungen als Ausgangsbasis in Erwägung gezogen werden, warum ein Mensch an starken Blähungen leidet. Vorausgesetzt alle anderen Faktoren, wie Lebensmittelunverträglichkeit oder falsche Ernährung können ausgeschlossen werden. Sollten die Blähungen nach dem Essen auftreten, bleibt zu überlegen, ob blähende Speisen verzehrt wurden, oder ob die Blähungen in Verbindung mit einer Unverträglichkeit gegenüber einem bestimmten Lebensmittel stehen.

Je nach Patient und Lebensweise sowie Vorerkrankungen können aus bestimmten Gründen auch chronische Blähungen entstehen. Diese äußern sich mit langanhaltenden Blähphasen. Oftmals leiden die Betroffenen Jahre unter ständig abgehenden Darmwinden sowie schmerzhaften Begleiterscheinungen oder Blähbauch. An dieser Stelle sollte der Rat gegeben werden, dass wer länger als eine Woche unter diesen Darmwinden leidet, einen Arzt aufsuchen sollte. Denn je eher das Problem erkannt wird, desto schneller lässt es sich beseitigen und es kann auch das Risiko auf Folgeerkrankungen deutlich gesenkt werden.

Der Arzt und Mediziner spricht bei auftretenden Blähungen mit nicht organischer Ursache auch von funktionellen Blähungen. Diese sind nicht auf organische Erkrankungen zurückzuführen, sondern eher eine Störung der Verdauungsfunktion. Dabei entstehen die ungeliebten Gase, welche sich ansammeln und dann in Form von mäßigen bis sehr starken Blähungen abgehen. Dies kann zum Beispiel dann auftreten, wenn ein Patient operiert wurde, starke Medikamente einnehmen muss oder eine Diät durchführen muss.

Sofern der Arzt sowohl eine Lebensmittelallergie oder -Unverträglichkeit ausschließt und auch keine anderen Krankheiten in Betracht gezogen werden können, welche als Ursache für die Blähungen gelten, werden diese Darmwinde in die Kategorie der funktionellen Blähungen eingestuft. Diese rühren auch zum Teil vom eigenen Lebensstil, dem Konsum von Genussmitteln oder Drogen sowie generellen Umwelteinflüsse. Das größte Problem, bzw. die wohl häufigste Ursache bei funktionellen Blähungen ist jedoch eine nicht komplett funktionstüchtige Darmflora. Das bedeutet, dass hier in den meisten Fällen der Betroffenen die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dies lässt sich anhand von einer bestimmten Ernährung, Bewegung sowie der Veränderung des Lebensstils oder einer Diät sowie einer Medikation beheben.

Es muss jedoch in jedem Fall abgeklärt werden, ob die Blähungen eine krankhafte Ursache haben oder nicht. Denn in den meisten Fällen liegt eine andere Krankheit den Blähungen zu Grunde, so dass die Blähungen selber nicht die Krankheit an sich darstellen. Leidet der Betroffene unter Verstopfung oder Durchfall, sind Blähungen oftmals eine Begleiterscheinung, auch wenn sie vielleicht als deutlich unangenehmer empfunden werden, als die eigentliche Ursache.

Damit Sie nicht in Panik geraten, sollte an dieser Stelle auch erwähnt werden, dass der größte Teil der heute auftretenden Verdauungsstörungen als eher harmlos einzustufen sind. Nicht immer liegt eine wirklich ernstzunehmende Erkrankung vor. Dennoch ist es ebenfalls ratsam, dies beim Arzt abklären zu lassen, um nicht Gefahr zu laufen, eine wirkliche Erkrankung mit ernsthaften Folgen oder Ausmaßen zu übersehen.

Ernst wird es, wenn die Blähungen mit weiteren Symptomen auftreten. Dabei sollte man sofort in Alarmbereitschaft gehen, wenn zu den Blähungen folgende Begleiterscheinungen auftreten:

  • Verdauungsstörungen mit starken Schmerzen und/ oder Krämpfen
  • Blut im Stuhllanganhaltende Verstopfung oder Durchfall
  • Fieber
  • Gewichtsverlust
  • Schwindelgefühle und/ oder Kopfschmerzen

In diesen Fällen sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

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