Magenschmerzen – Blähungen können quälen

Blähungen können starke Schmerzen verursachen. Während viele davon ausgehen, dass sich die Gase ausschließlich im Darm sammeln, ist es jedoch medizinisch nachgewiesen, dass Blähungen sowohl im Magen, im Darm und auch in anderen Körperbereichen auftreten können. Dies ist nicht verwunderlich, wenn man die Hintergrundfakten zu Blähungen kennt.

Blähungen finden ihre Ursache bereits ab dem ersten Moment der Verdauung. Dabei spielt also auch bereits die Art und Weise der Nahrungsaufnahme eine gewichtige Rolle. Ein zusätzlicher Faktor für Blähungen ist die Zubereitung der Speisen. Sind diese stark gewürzt oder wurden mit blähenden Lebensmitteln versetzt, so kann dies zu starken Blähungen führen. Weiterhin ist die Form der Garung ausschlaggebend. Denn auch hier ist es möglich, Blähungen zu minimieren oder im Umkehrschluss zu provozieren.

Während dem Essen ist es möglich späteren Blähungen vorzubeugen. Gründliches kauen, nicht zu hastiges essen und dabei den Genuss von Alkohol oder kohlensäurehaltigen Getränken in Maßen halten. Auch sollte man generell nicht zu süße Getränke während der Nahrungsaufnahme zu sich nehmen. Dies allein kann bereits dafür sorgen, dass möglicherweise folgende Magenschmerzen aufgrund von Blähungen reduziert werden können.

Was aber tun, wenn es zu Magenschmerzen wegen Blähungen kommt? Auch hier gibt es passende Möglichkeiten und Maßnahmen, welche sofortige Linderung verschaffen können. Zunächst sollte man jedoch verstehen, warum die Gase im Magen Schmerzen verursachen. Dies ist immer dann der Fall, wenn beispielsweise zu viel gegessen wurde. Oder man hat Speisen konsumiert, die nicht gut vertragen werden oder stark blähend wirken. Dann setzt der Gärungsprozess schon im Magen ein. Auch kann ein verlangsamter Weitertransport vom Magen in den Darm für einen Stau sorgen. Dadurch bleibt die Nahrung im Magen teilweise liegen und beginnt sich zu zersetzen. Auch dies löst Blähungen und damit Magenschmerzen aus. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass Gase, welche bereits aus dem Darm zurück transportiert wurden im Magen laden und dann Bauch- und Magenschmerzen verursachen.

Schnelle Hilfe können ungesüßte Tees bringen. Hierzu sollte ein Tee aus Kümmel, Pfefferminze oder Kamille getrunken werden. Diese immer frisch aufbrühen und in langsamen Schlucken trinken. Es gibt in Apotheken und Reformhäusern auch spezielle Tees, welche gegen Magenschmerzen aufgrund von Blähungen helfen können. Eine weitere Möglichkeit gegen Magenschmerzen vorzugehen ist es, eine Wärmflasche auf die schmerzende Partie aufzulegen. Die Wärmflasche sollte nicht zu heiß sein und auch nur mäßig mit Wasser befüllt werden. Dadurch entsteht weniger Druck auf den Magen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte man sich für einige Minuten ruhig hinlegen, die Wärmflasche auflegen und zur Ruhe kommen. So kann sich der Körper etwas beruhigen. Dies lindert oftmals spontane Beschwerden sehr zügig.

Eine gute andere Variante sind kleine Bewegungsübungen. Hierzu einfach mit leichtem Schritt einige Meter gehen. Wenn dies nicht möglich ist, oder die Schmerzen zu stark empfunden werden, kann eine Bauchmassage weiterhelfen. In diesem Fall sollte man sich flach auf den Rücken legen und eine Hand ebenfalls flach auf den Bauch auflegen. Nun mit leichtem Druck im Uhrzeigersinn in kreisenden Bewegungen den Bauch massieren. Dies sollte man für etwa 5 – 10 Minuten durchführen.

Bei Kindern und Babys haben Blähungen oftmals den Hintergrund, dass der Darm noch nicht vollständig entwickelt ist. Da Kinder einem dauerhaftem Wachstum unterliegen kann es von Zeit zu Zeit zu Magenschmerzen aufgrund von Blähungen kommen. Für diesen Fall ist es gut, wenn man vorbeugt. Kinder sollten nicht zu stark blähende Lebensmittel zu sich nehmen. Auch sollte der Zuckerkonsum in Grenzen gehalten werden. Schnelle Abhilfe schaffen hierbei spezielle Präparate aus der Apotheke. Diese sollten in Absprache mit dem Kinderarzt gegeben werden. Auch können Kinder Tees trinken. Hierbei sollte je nach Alter des Kindes die entsprechende Teesorte gewählt werden. Auch bei Kindern und Babys kann Wärme gut tun. Dazu die Wärme des Kirschkernkissens oder der Wärmflasche stets vor dem Auflegen kontrollieren und niemals wärmende Gegenstände auf die nackte Haut auflegen!

Treten die Beschwerden häufiger auf, oder lassen sich nicht mit Hausmitteln kurieren, so ist es nötig einen Arzt aufzusuchen. Oftmals steckt dahinter auch eine Erkrankung oder eine Lebensmittelallergie. In seltenen Fällen steckt auch eine ernsthafte Erkrankung des Magens dahinter. Generell kann natürlich auch dies nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund ist es stets ratsam, bei anhaltenden Beschwerden oder immer wiederkehrenden Schmerzen einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann dann anhand von Untersuchungen und dem Ausschlussverfahren feststellen, welches Problem die Schmerzen verursacht. Nur so lässt sich auch anschließend eine medikamentöse Behandlung einleiten oder eine weiterreichende Therapie anstreben.

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