Was tun, bei Blähungen beim Stillen? 07/04/12


Junge Mütter sind oft sehr empfindlich. Dies bezieht sich nicht nur auf ihre Psyche sondern vor allem auch auf ihre Verdauung. So kann es vorkommen, dass Mütter, welche Stillen unbewusst Blähungen bei ihren Kindern verursachen. Doch wie hängt die Ernährung der Mama mit den Blähungen der Babys zusammen? Und wie lassen sich diese gezielt vermeiden?

Blähungen bei Babys nicht unterschätzen

Früher sagte man, dass die Mutter gewisse Essenszeiten einhalten sollte, um mögliche Blähungen zu vermeiden. Diese betrafen aber nicht die Mutter, sondern das Baby. Stillende Mütter ernähren ihre Kinder durch die Muttermilch. Aus dieser werden Nährstoffe aus der Nahrung, welche die Mutter aufgenommen hat, an das Kind weiter gegeben. Isst die Mutter blähende Lebensmittel, kann dies dazu führen, das auch im weiteren Verlauf das Baby später unter Blähungen leidet. Das Problem ist, dass Babys sehr stark unter Blähungen leiden. Dies bezieht sich vor allem auf den kleinen, noch nicht komplett entwickelten Organismus. Das Kind muss sich an die Nahrungsaufnahme von Außen erst gewöhnen. Allein dies ist bereits eine große Umstellung für die Verdauung. Nun kommen noch Faktoren, wie blähende Lebensmittel hinzu. Diese führen mit unter zu starken Schmerzen und Krämpfen bei den Kindern. Man spricht auch von Koliken. Diese sind besonders schmerzhaft und können dazu führen, dass die Babys ohne Unterlass weinen. Dies tun sie schlicht weg, weil sie starke Schmerzen haben. Um dies dem Kind nicht anzutun und die Blähungen so gering wie möglich zu halten ist es ratsam, die Lebensmittelauswahl entsprechend zu gestalten.

Wann sollte gestillt werden?

Die richtige Stillzeit gibt es nicht. Wenn die Milchbildung ideal ist und das Kind Hunger zeigt, ist die perfekte Zeit um zu stillen. Regelungen wie, alle vier Stunden sind in diesem Fall eher weniger wirksam. Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus und wird nach diesem Hunger verspüren und sich melden. Gerade wenn die Babys wachsen und in einer starken Wachstumsphase sind, wird der Appetit größer sein.

Was sollten Mütter nicht essen, um mögliche Blähungen zu vermeiden?

Generell gilt: Alles was man seinem Kind geben würde, sollte man auch selber essen. Dabei sollte man sich bei Fruchtsäften etwas einschränken. Die starke Säure in den Säften kann für einen wunden Po beim Kind führen, da sich die Säure im Urin bemerkbar macht. Da Babys 24 Stunden am Tag Windeln tragen, ist die Gefahr sehr groß, dass das Kind eine Entzündung am Po bekommt.

Frisches Brot, beispielsweise kann ebenfalls bei Mutter und Kind zu Blähungen führen und sollte daher nicht gegessen werden. Verzichten sollten stillende Mütter auch auf rohes Fleisch, rohe Eier oder rohe Wurstwaren wie Schinken oder Mett. Dies birgt vielmehr das Risiko von Durchfall in sich.

Schonend gegarte Lebensmittel sind hier die bessere Alternative zu Fast Food. Auch sollte man generell darauf achten, sich gesund und ausgewogen und möglichst regelmäßig zu ernähren. Denn wenn die Verdauung der Mutter in Takt ist, und sie sich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, gibt sie dies auch mit der Muttermilch an das Baby weiter. Somit sorgt sie auch gleich für eine gute Entwicklung und eine gesunder Versorgung des Neugeborenen.

Individuelle Beratung zum Speiseplan und zur Ernährung erhält man auch bei der Hebamme oder der örtlichen Hebammenhilfe!

Blähungen minimieren oder vermeiden

Babys nehmen über das Saugen an der Brust selbstverständlich auch automatisch viel Luft mit auf. Diese wird vom Säugling unter geschluckt und kann so zu Blähungen führen. Daher ist es besonders wichtig, dass das Kind nach dem Stillen hochgenommen wird und es die Luft abgeben kann. Dies nennt man im Volksmund Bäuerchen machen oder schlichtweg aufstoßen lassen.

Dies ist sehr wichtig, damit die Luft wieder aus dem Körper gelangt, bevor sie in die Verdauung eintritt. So lassen sich die ersten Probleme bereits vermeiden.

Die Unreife der Verdauung des Kindes spielt eine große Rolle und so sollte man hier möglichst vorsichtig bei der Wahl der Speisen sein. Blähendes Gemüse, wie Zwiebeln, Lauch, Kohl und Brokkoli sollten möglichst erst einmal vermieden werden, oder möglichst nur mäßig genossen werden. Sollte die Mutter selber an Blähungen leiden, kann sie mittels Tees und Gewürzen in den Speisen dagegen angehen. Kümmelpulver oder auch Tees wie Fenchel helfen, Blähungen abzulassen und zu vermeiden. Um damit vorbeugend zu handeln, sollte man die Speisen mit Kümmel würzen oder nach dem Essen einen Fencheltee genießen.

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