Besteht ein Zusammenhang zwischen Migräne und Blähungen?

Wissenschaftler beschäftigen sich seit vielen Jahren mit unterschiedlichsten Ursachen für Migräne. Dabei werden auch Blähungen nicht ausgeschlossen. Dies mag für manchen überraschend klingen, doch wenn man sich die Funktionen im menschlichen Körper genauer ansieht, kann man einen möglichen Zusammenhang tatsächlich erkennen.

Shreddies UnterwäscheAuf den ersten Blick wirkt die Aussage, dass Migräne und Blähungen zusammen hängen können, sehr unwirklich. Jedoch bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass der Darm einen großen Teil zum Stoffwechsel leistet. Leidet der Betroffene also unter Darmproblemen, so kann der Körper nicht genügend wichtige Stoffe zur Versorgung des gesamten Körpers aus der Nahrung ziehen. Das bedeutet, dass diese Stoffe nicht, wie sonst üblich, über den Blutkreislauf in alle Organe transportiert werden könne. Damit stellt sich eine Unterversorgung ein, von der auch das Gehirn betroffen sein kann. Hält diese dauerhaft an, so sind Migräneattacken durchaus möglich.

Gibt es weitere Möglichkeiten?

Ja, denn neben einer Unterversorgung, welche übrigens auch mit einer Fehlernährung zusammen hängen kann, können auch Allergien oder Lebensmittelintoleranzen dafür sorgen, dass Kopfschmerzen und Migräneattacken ausgelöst werden. Dies ist besonders im Bereich einer Allergie oder Intoleranz auf den Stoff Histamin möglich. Histamin ist ein Stoff, der im Körper sehr vielseitige Funktionen erfüllt. Wer an einer Allergie oder Intoleranz von Histamin leidet, bemerkt dies sehr unterschiedlich, denn da der Stoff in so gut wie allen Organen eine Funktion erfüllt, können an verschiedenen Stellen Symptome auftreten. Eines davon kann Migräne sein. Oftmals leidet der Betroffene zusätzlich an Durchfällen oder Magenbrennen. Auch Bauchkrämpfe oder starke Schmerzen im gesamten Bauchbereich können hier auftreten. Die größten Nebenwirkungen bei Lebensmittelallergien sind im Bereich Magen und Darm zu finden. Diese können aber auf weitere Bereiche ausstrahlen, beziehungsweise sich ausweiten. Da der Organismus sehr komplex aufgebaut ist und der Darm einen sehr großen Teil davon einnimmt können zahlreiche Beschwerden auftreten.

Besonders im Bereich von Reizdarm oder Reizmagen können sehr unterschiedliche Symptome auftreten, welche unter anderem auch auf eine Allergie oder Überempfindlichkeit auf Stoffe oder Lebensmittel schließen lassen können. So können die Symptome sich wie folgt darstellen.

  • Sodbrennen
  • Völlegefühl
  • Übelkeit nach dem Essen
  •  Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Bauchkrämpfe
  • Durchfall
  • Verstopfungen
  • Blähungen
  • Kopfschmerzen

Diese können sowohl akut auftreten, wie von dauerhaftem Bestand sein. In jedem Fall sollte jeder, der diese Symptome regelmäßig an sich bemerkt, zum Arzt gehen und diesem um Rat und Hilfe bitten. Denn diese Leiden können sich verschlimmern und sich ausweiten.

Welche Hilfe gibt es, bei Kopfschmerzen und Darmproblemen?

Der Kontext zwischen Darmproblemen und Kopfschmerzen oder gar Migräne ist also nicht sonderlich abwegig. Häufig leiden Migränepatienten tatsächlich an einer Histaminüberempfindlichkeit oder -unverträglichkeit. Um dies adäquat zu kurieren hilft eine histaminarme Nahrung. Laut Studien sollen rund 64 % der Migränepatienten an einer Histaminintoleranz leiden. In diesem Zusammenhang wurden wissenschaftliche Studien durchgeführt, bei denen die Probanden eine spezielle, histaminarme Diät durchführten. Bei vielen stellten sich eine Verbesserung ein oder die Migräne verschwand komplett. Auch wurden bestimmten Migränepatienten gezielt Histamine gespritzt. Die Attacken wurden kurz nach der Injektion ausgelöst. Interessant war dabei die Erkenntnis, dass die Dosis bei vielen keine Rolle spielte. Denn wer generell intolerant gegenüber Histamin ist, verträgt es auch in sehr geringen Dosen nicht. Im Übrigen wurde auch erkannt, dass sowohl Migränepatienten, wie aber auch gesunde Menschen bei der Aufnahme von Histamin mit Kopfschmerzen reagieren können.

Um eine geeignete Therapiemethode für sich zu finden, beziehungsweise diese vom Arzt aufstellen zu lassen, ist es wichtig, dass man versteht, warum Histamin überhaupt Kopfschmerzen auslösen kann. Generell ist Histamin in vielen Körperbereichen von Nutzen. Die Kopfschmerzen werden jedoch durch Probleme mit Histamin in den Gefäßen verursacht. Histamin sorgt im Körper dafür, dass Stickstoffmonoxid im Körper freigesetzt werden kann. Wer empfindlich ist, leidet häufig auch unter einem Mangel an Diaminoxidase. Dieses ist jedoch dafür zuständig, Histamin abzubauen. Nun kommt hier ein Kreislauf zusammen. Denn wenn sich Histamin ungehindert im Körper bewegen kann, und kein Gegenspieler da ist, der das Histamin abbaut, kommt es folglich zu Reaktionen im Körper, welche sich durch Kopfschmerzen und Darmproblemen äußern können.

Generell gilt hier: Wer an diesen Problemen leidet, sollte seine Ernährung umstellen. Im Idealfall sollte möglichst wenig Histamin zu sich genommen werden. Besonders, wenn Migräne oder sogar Asthma ausgelöst werden, ist es notwendig sich genauer mit der Ernährung auseinander zu setzen.

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