Nehmen Blähungen mit zunehmendem Alter zu?

Vielen älteren Menschen kommt es so vor, als würden die Blähungen im Laufe des Lebens mitunter zunehmen. Durchaus kann dies passieren. Im fortgeschrittenen Alter kann es vorkommen, dass die Verdauung aufgrund der geringer werdenden körperlichen Betätigung verlangsamt. Dies kann dazu führen, dass Blähungen vermehrt oder stärker auftreten, als dies in jungen Jahren des Betroffenen der Fall war.

Wodurch entstehen Blähungen?

Nun die ungeliebten Gase, welche mitunter durchaus auch Schmerzen verursachen können, treten in der Regel dann auf, wenn bestimmte Nahrungsmittel gegessen werden. Auch bei einer einseitigen Ernährung und dem vermehrten Konsum von einem Lebensmittel kann dazu führen, dass sich Gase vermehrt im Darm bilden. Dazu kommt, dass ältere Menschen häufig mehrere unterschiedliche Medikamente einnehmen müssen. Diese können bei dem Verzehr von bestimmten Lebensmitteln ebenfalls zu Blähungen führen.

Was hilft gegen die Blähungen?

Generell hilft nur ein Gang zum Arzt. Vor allem dann, wenn Medikamente täglich eingenommen werden müssen. Nur der Mediziner kann feststellen, ob eine Lebensmittelunverträglichkeit vorliegt, oder ob man gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln aufgrund der Medikamente reagiert. Weiterhin kann er für Abhilfe sorgen. Hierfür stehen ihm unterschiedliche Methoden zur Verfügung, welche in der Regel mit einer kurzzeitigen Einnahme von Medikamenten verbunden ist.

Weitere Möglichkeiten Blähungen zu vermindern oder vorzubeugen.

Wer von Anfang an Blähungen vermeiden möchte, sollte sich darüber informieren, ob Inhaltsstoffe in Medikamenten, welche eingenommen nicht mit bestimmten Lebensmitteln harmonieren. Bei manchen Medikamenten, zum Beispiel, kann es vorkommen, dass der Patient dann zu Blähungen neigt, wenn er Produkte mit Laktose zu sich nimmt. Bei anderen Fällen treten Blähungen dann auf, wenn entsprechende Getränke oder Rohkost genossen wird. Hierbei hilft lediglich eine Ernährungsumstellung. Denn wer die Medikamente dauerhaft einnehmen muss, wird früher oder später, um die Blähungen zu beseitigen, auf gewisse blähende Lebensmittel verzichten müssen. Das bedeutet, dass ein Patient, welcher ein Medikament einnimmt, das beispielsweise negative Auswirkungen beim Verzehr von Milch hat, in Zukunft auf ein Ersatzlebensmittel zurück greifen muss. Diese Umstellungen sollten jedoch mit dem Arzt besprochen werden, und sollten auf keinen Fall auf eigene Faust durchgeführt werden. Ansonsten riskiert man eine Unter- oder Fehlernährung. Um eventuelle Mängel, welche aus einer falschen Ernährung entstehen können, zu vermeiden, ist es nötig, die gewünschten Änderungen der Ernährung mit dem Arzt oder einem Ernährungsberater zu besprechen. Sollte der Gang zum Ernährungsberater gewählt werden, sollten diesem dann auch von der Einnahme der Medikamente berichtet werden.

BauchschmerzenEin weiteres gutes Mittel von Anfang an Blähungen vorzubeugen ist es, gründlich zu kauen, nicht zu hastig zu essen und möglichst wenig Luft mitzuschlucken. Darüber hinaus sollte man, wenn man zu Blähungen neigt möglichst stilles Wasser oder Getränke ohne Kohlensäure zu sich nehmen. Auch auf generell blähende Lebensmittel, wie frische Zwiebeln oder Kohl sollte man überwiegend verzichten. Warmes Brot kann weiterhin zu Blähungen führen.

Auf die Verwendung von Süßstoff wie Sorbit, Aspartam oder Mannit sollte ebenfalls verzichtet werden. Eine ausgewogene Ernährung, mit möglichst gesunden Fetten und wenig Fast Food sollte selbstverständlich sein.

Nach dem Essen eine Tasse frisch gekochten Fencheltee zu genießen ist eine gute Möglichkeit, um Blähungen nach schweren Mahlzeiten zu vermindern oder gar ganz zu verhindern. Kümmeltee, Kümmel in den Speisen oder Bohnenkraut in den Gerichten kann ebenfalls dazu beitragen, dass Blähungen minimiert werden. Sollten natürliche Mittel nicht helfen, um Blähungen zu vermeiden, dann sollte zu entsprechenden Präparaten gegriffen werden. Diese sind in Apotheken erhältlich und unterliegen meist keiner Rezeptpflicht. Zusätzlich sollte man sich ausreichend bewegen. Ein kleiner „Verdauungsspaziergang“ kann nach einer schweren oder fettigen Speise sehr befreiend wirken. Die Verdauung wird angeregt und der Stoffwechsel arbeitet schneller. Dies sorgt dafür, dass die Nahrung, welche zuvor aufgenommen wurde, besser verarbeitet wird. Funktionieren diese Prozesse im Körper reibungslos so bilden sich auch weniger Gase, da die Nahrung im Darm nicht gestaut, sondern direkt verarbeitet wird. Denn ein Nahrungsbreistau kann ebenfalls zu Blähungen führen.

Bei akuten Blähungen hilft eine warme Wärmflasche. Einfach mit warmem Wasser füllen und auf den Unterleib legen. Befinden sich die Blähungen eher im Magenbereich sollte man keine harten Alkoholika zu sich nehmen, wie oft empfohlen. Lieber mit leichtem Druck und kreisenden Bewegungen die flache Hand auf dem Bauch bewegen. Durch diese Massage und einer anschließenden Wärmflasche auf dieser Partie, kann zur Lösung der Gase führen. Übrigens: Der größte Teil der während dem Verdauungsprozesses entstehenden Gase werden über die Lunge abgeatmet. Treten also starke Blähungen auf, und man stößt auch häufiger auf, ist dies ein Zeichen dafür, dass der gesamte Verdauungstrakt überlastet ist. Hält dieser Zustand nur wenige Stunden an, ist dies kein Grund zur Sorge. Bei mehreren Tagen, sollte jedoch ein Arztbesuch durchgeführt werden.

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