Von der kranken Speiseröhre angesteckt

Dass die Speiseröhre einen wichtigen Teil der Verdauungsarbeit leistet ist bekannt. In ihr wird die aufgenommene und gekaute Nahrung zum Magen transportiert. Sie ist das Bindeglied, ohne das eine weitere Verarbeitung der Speisen und Getränke im Körper nicht möglich wäre. Doch wenn die Speiseröhre erkrankt, kann dies ausschweifende Folgen für den Magen und Darm haben. Denn beide Organe nehmen Krankheitserreger, Entzündungskeime und Absonderungen der Speiseröhre zwangsläufig mit auf.

Dass die Speiseröhre einen wichtigen Teil der Verdauungsarbeit leistet ist bekannt. In ihr wird die aufgenommene und gekaute Nahrung zum Magen transportiert. Sie ist das Bindeglied, ohne das eine weitere Verarbeitung der Speisen und Getränke im Körper nicht möglich wäre. Doch wenn die Speiseröhre erkrankt, kann dies ausschweifende Folgen für den Magen und Darm haben. Denn beide Organe nehmen Krankheitserreger, Entzündungskeime und Absonderungen der Speiseröhre zwangsläufig mit auf.

Sehr schlimm wird es jedoch, wenn in der Speiseröhre Ausbuchtungen an der Speiseröhrenwand entstehen. Darin können sich Keime, Bakterien und Krankheitserregende Herde sammeln.

Wie entstehen Speiseröhrendivertikel?

Die Speiseröhrendivertikel können durch sehr starken Druck von innen, also aus dem inneren der Speiseröhre entstehen. Die zweite Möglichkeit ist, dass die Speiseröhrendivertikel durch einen Druck von außen hervorgerufen werden. In der Regel sind mehr Männer als Frauen von dieser Erkrankung betroffen. Das Erkrankungsalter liegt im höheren Lebensalter.

Aufgrund der verschiedenen Ursachen wird die klassische Speiseröhrendivertikel in zwei Varianten aufgeteilt. Zum einen spricht man in der Medizin von einer Pulsionsdivertikel und von einer Traktionsdivertikel.

Der Unterschied:

Die Pulsionsdivertikel werden durch hohen Druck im Inneren der Speiseröhre erzeugt. Dies kann durch einen Stau oder eine Ansammlung der gekauten Speise verursacht werden. Diese Art der Speiseröhrendivertikel sammeln sich häufig im oberen Bereich der Speiseröhre an. Manchmal sind diese Divertikel jedoch auch in der Nähe des Zwerchfells zu finden.

Traktionsdivertikel finden sich in der Regel mittig in der Speiseröhre. Sie entstehen durch einen Zug, den Lymphknoten verursachen, die entzündet sind und in der Nähe der betroffenen Stelle liegen.

Speiseröhrendivertikel werden meist nicht vom Patienten selber bemerkt, da sie meist völlig schmerzfrei entstehen und vorhanden sind. Bei Röntgenaufnahmen oder Untersuchen an entsprechender Stelle, werden sie dann vom Arzt entdeckt. In manchen Fällen jedoch treten Schmerzen wie Schluckbeschwerden auf. Divertikel können jedoch auch am Darm, an der Harnblase und eben in der Speiseröhre auftreten.

Häufigkeit der Speiseröhrendivertikel:

Erkrankungen durch Speiseröhrendivertikel sind eher heute die Seltenheit. Meistens werden Männer im höheren Alter von der Erkrankung betroffen. Laut einer Statistik sind 80 Prozent der Erkrankten Männer über 70 Jahre.

Die Symptome:

Häufig treten keinerlei Schmerzen oder Beschwerden auf. Nur in seltenen Fällen verspüren die Patienten Schluckbeschwerden oder Schmerzen. Dennoch können Symptome, die mit dem Speiseröhrendivertikel einhergehen verursacht und wahrgenommen werden.

Wer das Gefühl hat unter einem dauerhaften Kratzen im Hals zu leiden, oder wer sich häufig Räuspern muss oder an Dauerhusten leidet, könnte an einem Speiseröhrendivertikel erkrankt sein. Manche Patienten klagen auch darüber, dass sie das Gefühl haben, einen Fremdkörper im Hals festsitzen zu haben. Neben Schluckbeschweren kann es auch zu Komplikationen beim Essen kommen. Beim trinken kann ein gurgelndes, gluckerndes Geräusch zu hören sein. Das Speiseröhrendivertikel, welches im oberen Bereich zu finden ist, kann unter anderem unangenehmen Mundgeruch verursachen.

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Die Behandlungsmethoden:

Befindet sich das Speiseröhrendivertikel in einem fortgeschrittenen Stadium, so wird meist eine Operation als Therapie in Betracht gezogen. Es existieren jedoch auch nicht operative Behandlungsmethoden. Kommt es zu einem operativen Eingriff, wird der Chirurg in der Regel auch umliegende Divertikel entfernen. Selbst kleine können so entfernt werden. Dadurch wird vermieden, dass diese noch kleinen Ausbuchtungen zu größeren heranwachsen können. Üblicherweise wird zur Operation die Speiseröhre freigelegt und dann die Divertikel entfernt. Heute jedoch setzt sich die Methode mittels Endoskopie, also mit einem Endoskop über den Mund zur Speiseröhre, durch.

Patienten wird nach der Operation geraten, keine scharfen Lebensmittel, Speisen oder Getränke zu sich zu nehmen. Auch sollte auf das Rauchen gänzlich verzichtet werden. Der Grund hierfür ist, dass die Speiseröhre innerliche Wunden davon trägt, die nur sehr langsam heilen. Des weiteren kann es vorkommen, dass eine spezielle Diät in den ersten Tagen nötig ist. Dabei wird meist auf Breikost und milde Getränke gesetzt. Früchte oder Säfte, Alkohol, Kaffee oder scharfes Essen sollte die ersten Wochen gemieden werden.

Vorbeugende Maßnahmen:

Speiseröhrendivertikel vorzubeugen ist fast unmöglich. Zwar raten Ärzte generell zu einer gesunden Lebensweise und einer ausgewogenen Ernährung, jedoch kann niemand garantiert sagen, dass sich nicht dennoch Speiseröhrendivertikel entwickeln können. Grundsätzlich kann jedoch angeraten werden, die Nahrung gründlich zu kauen und nicht zu große Mengen zu schlucken, da diese den Druck auf die Speiseröhre entschieden erhöhen. Die Folge von Speiseröhrendivertikel können Darmerkrankungen sein, die sich erst deutlich nach ihrem Ausbruch erkennen lassen.

Dieser Beitrag stellt in keiner Weise ein Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar und ist lediglich als unverbindliche Information anzusehen. Für die Erstellung eigenständiger Diagnosen kann und darf dieser Beitrag nicht herangezogen werden. Für Schäden, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, wird gegen-blaehungen.de weder direkt noch indirekt zur Verantwortung gezogen. Die Betreiber dieser Seite raten allen Benutzern mit Gesundheitsproblemen dazu auf, immer einen Arzt aufzusuchen, der Sie beraten kann, welche Behandlung in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist. Wir raten von Behandlungen ohne ärztliche Aufsicht ab.