Was ist eine Magenübersäuerung?

Eine Magenübersäuerung ist eine Mehrproduktion der Säure im Magen. Die Säureproduktion wird in der Magenschleimhaut hervorgerufen und kommt im Rahmen von verschiedenen anderen Krankheiten vor. Typische Symptome für die Übersäuerung sind saures Aufstoßen und Sodbrennen. Aber auch über ein Völlegefühl, Magenschmerzen und Übelkeit klagen die meisten Patienten zu Beginn der Erkrankung. Die Magenübersäuerung ist keine eigenständige Erkrankung, sondern die Ursache für einen erhöhten Gehalt an Salzsäure, die in der Magenschleimhaut produziert wird.

Die möglichen Ursachen für eine Magenübersäuerung können sein:

Zu schnelles oder zu fettiges Essen kann mitunter einer der Gründe sein, wieso es zu einer Magenübersäuerung kommt. Aber auch sehr süße oder zu scharfe Speisen sind ein Auslöser für eine entsprechende Überproduktion an Säure im Magen. Die produzierte Menge und Qualität an Magensäure unterliegt mehrere Mechanismen und die Zusammensetzung der Nahrung spielt eine Rolle. Die Mehrbildung von Salzsäure, welches zu einer Magenübersäuerung führt, kann auch durch den Nikotin- und Alkoholkonsum hervorgerufen werden. Ebenso zählt der Kaffeegenuss mit zu der Förderung. Gefördert wird die Magenübersäuerung mitunter auch durch äußeren Einfluss wie Stress oder Ärger.

Auch kann eine Magenübersäuerung Genetisch sein oder krankhaft werden, sofern es nicht behandelt wird. Das Hormon Gastrin führt zu einer krankhaften Überproduktion, welche den Säuregehalt im Magen deutlich steigert. Diese Übersäuerung wird auch als Zollinger-Ellison-Syndrom bezeichnet. Dies ist ein seltener, Hormon produzierender Tumor, welcher in der Bauchspeicheldrüse auftritt. Durch einen Erreger, der Helicobacter pylori, kann es ebenfalls zu einer Magenübersäuerung kommen. Dieser besiedelt die Magenschleimhaut. Das Bakterium ist auch für die Entstehung der Zwölffingerdarmgeschwüre und der chronischen Magenschleimhautentzündung verantwortlich. Der saure Magensaft kann auch in die Speiseröhre steigen und die Schleimhaut angreifen, wenn der Schließmuskel gestört ist.

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Was für Symptome hat eine Magenübersäuerung?

Hier muss man unterscheiden in welcher Stärke und Dauer die Magenübersäuerung vorkommt. In der Regel treten bei einer kurzzeitigen Übersäuerung keine Symptome auf und die Folgen sind auch nicht nennenswert und gravierend. Allerdings können bei einer dauerhaften Störung und Veränderung der Säureproduktion,  Schäden an der Schleimhaut des Magens und des Zwölffingerdarms verursacht werden. Dies kann bei den Betroffenen zu Folgendes führen:

  • Ein starkes Druckgefühl im Magen kommt auf und das Völlegefühl steigt an.
  • Der Patient leidet an Erbrechen und Übelkeit wie über Sodbrennen und Bauchschmerzen.
  • Ein saures Aufstoßen kommt als Symptom mit dazu.

Im Wesentlichen treten diese Symptome bei einer sehr akuten Magenschleimhautentzündung vor, auch Gastritis genannt.

Die Diagnose einer Magenübersäuerung

Zu aller erst muss bei dem Patienten eine Anamnese vorgenommen werden. Dort wird das gesamte Krankheitsbild in der Geschichte des Betroffenen aufgeschrieben. Im Anschluss findet eine körperliche Untersuchung statt. Oftmals wird auch eine Magenspiegelung, heißt auch Gastroskopie, vorgenommen. Dies geschieht aber nur, wenn die Beschwerden länger bestehen. Während der Untersuchung kann der Arzt auch Gewebeteilchen der Magenschleimhaut entnehmen. Dies wird auch Biopsie genannt. Diese Probe gibt dem Arzt Auskunft, ob es sich um die Beschwerden, um eine Gastritis handelt oder ein Magen- bzw. Zwölffingerdarmgeschwür. Spezielle Tests zum Nachweis des Bakteriums Helicobacter pylori werden durchgeführt. Dies kann sehr gut beteiligt sein an der Entstehung des Magenschleimhautschadens und Geschwüren im oberen Magen-Darm-Trakt. Wenn der Verdacht auf eine Refluxkrankheit besteht, wird eine Langzeit-pH-Metrie erfolgen. Dies ist eine Säuremessung. Bei der Refluxkrankheit handelt es sich, um einen gesteigerten Rückfluss von Verdauungssäften in die Speiseröhre.

Behandeln und therapieren der Magenübersäuerung

Die Therapie der Magenübersäuerung richtet sich immer nach der zugrunde liegenden Erkrankung. Meiden sollten die Betroffenen Personen, auf jeden Fall alle magenreizenden Faktoren. Dazu zählen der Kaffee, Alkohol und auch das Nikotin. Ebenso das scharfe oder sehr fettige Essen. Verschiedene Medikamente kommen hinzu. Dazu zählt unter anderen Antazida wie Hydrotalcit aber auch Säureblocker für die besonders schweren Fällen. Dies entscheidet aber immer der behandelnde Arzt je nach Diagnose.
Auch die Überbesiedelung des Helicobacter pylori Bakterium wird durch Antibiotika behandelt.

Vorbeugen und Verlauf einer Magenübersäuerung

Der Verlauf einer sehr kurzzeitigen Magenübersäuerung kann zu keinen weiteren Folgeschäden im Körper führen. Allerdings sieht es bei einer dauerhaften Störung anders aus. Die Störung der Magensäureproduktion kann zu sehr ernsthaften Schäden an der Schleimhaut führen und auch am Zwölffingerdarm. Dies kann auch Auslöser einer Gastritis sein oder ein Zwölffingerdarmgeschwür und Magengeschwür. Auch eine Refluxkrankheit ist nicht ausgeschlossen.
Aber man kann immer gegen eine Magenübersäuerung vor Beugen! Vermeiden sollte man den Konsum von übermäßigen Alkohol und Nikotin. Den Kaffee sollte man bei Überkonsum mindern bzw. ihn komplett abstellen. Speisen wie sehr süße, scharfe aber auch sehr fettige sollte man wenn möglich komplett meiden oder nur in ganz geringen Mengen zu sich nehmen.
Den Äußeren Einfluss zu reduzieren oder gar komplett zu unterbinden ist sehr schwer, dennoch sollte man, wenn immer möglich, den Stress oder den Ärger von einen abwenden.