Chlorea – wie gefährlich ist sie wirklich?

In den Nachrichten sieht man täglich die schrecklichen Bilder der an Cholera Erkrankten in Afrika und dritte Weltländer, doch wie gefährlich ist diese Erkrankung wirklich und woran erkennt man, dass man mit Cholera infiziert wurde?

In den Nachrichten sieht man täglich die schrecklichen Bilder der an Cholera Erkrankten in Afrika und dritte Weltländer, doch wie gefährlich ist diese Erkrankung wirklich und woran erkennt man, dass man mit Cholera infiziert wurde?

Die Krankheit Chlorea

Das Bakterium Vibrio Cholerae ist derAuslöser für die tückische Durchallerkrankung, die viele Menschen das Leben kostet. Wird die Cholera nicht behandelt endet sie in 60 Prozent der Fälle tödlich. In Europa und anderen westlichen Ländern jedoch, ist eine Cholera Erkrankung mit einer herkömmlichen Magen-Darm Grippe vergleichbar, sofern sie behandelt wird. Eben das ist das Problem an den vielen Todesfällen in der dritten Welt. Die Menschen dort können nicht entsprechend versorgt werden. Sonst würde auch dort die Krankheit deutlich harmloser verlaufen. Übertragen wird diese Erkrankung durch Bakterien, welche meist mit verunreinigtem Wasser, welche mit Fäkalien in Berührung gekommen sind.

Warum ist Cholera gefährlich?

Die größte Gefahr geht vom Erreger aus. Dieser bildet im Körper ein Gift namens Exotoxin. Dieses verursacht einen enormen und zügigen Flüssigkeitsverlust im Darm. Bis zu 20 Liter, kann ein Mensch durch den Erreger am Tag verlieren. Dabei ist erstaunlich, dass die ersten Symptome erst einmal schmerzlos sind. Daher birgt die Cholera auch eine große Gefahr in sich, denn durch den plötzlich auftretenden wässrigen Durchfall, der ohne Schmerzen von statten geht, nimmt man gerne die Erkrankung auf die leichte Schulter. Doch allein in dieser ersten Phase können alle, die mit dem Infizierten in Berührung kommen, sich ebenfalls anstecken.

Weitere folgende Symptome sind:

  • Übelkeit mit möglichem Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Stoffwechselschock
  • Kollaps des Kreislaufes
  • Nierenversagen

Kopfschmerzen und Muskelkrämpfe sind Folgen des großen Flüssigkeitsverlustes. Denn durch das schnelle Ausscheiden des Darminhaltes und des Wasserhaushaltes werden Mineralien und Elektrolyte mit aus dem Körper geschwemmt. Daraus resultieren diese Symptome als Mangelerscheinungen.

Cholera Therapie

Bei der Cholera Therapie muss der Flüssigkeitshaushalt zwingend wieder hergestellt werden. Somit müssen Patienten, die an Cholera erkrankt sind, sofort mit Elektrolyten und Flüssigkeit versorgt werden. Entweder werden hierfür Trinklösungen oder Infusionen eingesetzt. In schweren Fällen besteht die Möglichkeit eine Kombination aus beiden Therapiemitteln anzuwenden. Übrigens: Bei einer behandelten Cholera liegt die Sterblichkeitsrate unter 1 Prozent!

Häufigkeit der Cholera

Das erste Mal, dass ein Fall von Cholera gemeldet wurde, war im Gangesdelta. Seitdem verbreitete sich das gefährliche Bakterium rasant im 19. – 20. Jahrhundert auf andere Kontinente aus. Heute existiert das Zentrum an Cholera in Südamerika sowie in Südostasien und Afrika. Seit 1991 versuchen Hilfswerke und Hilfsorganisationen der stetig wachsenden Epidemie Einhalt zu gebieten. Hierbei liegt das Augenmerk vor allem auf der Verbesserung der medizinischen Versorgung sowie des Hygienestandards. In Deutschland werden etwa 0 – maximal 3 Fälle an Cholera pro Jahr gemeldet. Dabei infizieren sich die betroffenen Personen meist bei Besuchen oder Reisen in den entsprechenden Epidemieländer und bringen das Bakterium dann mit nach Deutschland. In der Regel verläuft die Krankheit, dank der modernen Medizin in Europa, sehr harmlos. Die Inkubationszeit der Cholera beträgt von Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit wenige Stunden bis hin zu 5 Tage.

Was geschieht mit dem Körper bei einer Erkrankung an Cholera?

Um die Krankheit an sich verstehen zu können, sollte man die Hintergründe der Cholera erfassen. Wer das Bakterium durch verunreinigtes Wasser oder Nahrung zu sich genommen hat, spült es in seinen Magen. Von dort aus wandert es weiter in den Magen-Darm-Trakt wo es ideale Bedingungen vorfindet, um sich zu vermehren. Im Dünndarm herrscht ein sehr niedriger Alkaliwert, das das Wachstum des Erregers begünstigt. Vom Dünndarm aus kann sich dann der Erreger über die Schleimhaut in die so genannte Darmepithelzellen. Dort angekommen erzeugt der Erreger ein Enzym, durch das die natürliche Schleimschicht aufgelöst wird. Hierbei erzeugt das Batkerium das Gift Toxin, welches den Transport von Elektrolyten hemmt. Auf diesen Mangel reagiert der Körper mit Wasser, welches er in den Darm spült. Dadurch entsteht der dünnflüssige Durchfall. Bei der Cholera ist der Durchfall oder Erreger nicht einmal das eigentliche Problem, viel schlimmer ist der schnelle Flüssigkeitsverlust, der zu einer Austrocknung des Körpers führt.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Cholera-Bakterien

Wer sich erfolgreich gegen Cholera wappnen möchte, sollte folgende Punkte strikt beachten, und vor allem in gefährdeten Ländern einhalten:

  • Niemals unbehandeltes Wasser trinken
  • Zähneputzen nur mit Mineralwasser oder sicherem Wasser
  • Eiswürfel komplett vermeiden
  • Obst und Gemüse immer schälen und nur gekocht zu sich  nehmen
  • Meeresfrüchte und Muscheln meiden
  • Milchprodukte und ungekochte Lebensmittel vermeiden
  • Reisen in gefährdete Gebiete vermeiden
  • Schwimmen in öffentlichen Bädern oder Lagunen vermeiden
  • Hygienestandards einhalten
  • Bei Reisen in Gefahrenländer ist eine Schutzimpfung zu empfehlen

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