Botulismus als lebensbedrohliche Krankheit

Vielen Menschen ist durchaus bewusst, dass nicht immer alle Lebensmittel, die wir tagtäglich konsumieren die frischesten sind. Man bekommt hin und wieder Nahrungsmittel vorgesetzt, die nicht den Mindestanforderungen genügen. Doch achten wir auch selber nicht immer auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, und ob dieses bereits überschritten wurde. Werden solche verdorbenen oder gar schon schimmeligen Lebensmittel verarbeitet droht eine Erkrankung an Botulismus, der wohl schwersten Form der Lebensmittelvergiftung überhaupt.

Mit leichtem Durchfall oder Magenkrämpfen beginnt sie und kann tödlich enden. Eine derartig dramatische Vergiftung durch Lebensmittel kann aufgrund falsch gelagerter, schlecht konservierter oder verseuchter Lebensmittel hervorgerufen werden. Diese enthalten dann das so genannte Botulinumtoxin, welches den Körper angreift und vergiftet. Dieses Gift bildet die Bakterien Clostridium Botulinum und verteilt diese im Körper. Die Bakterien haben die Fähigkeit als Hemmer zu wirken. Sie stoppen die Übertragung von Nerven- und Muskelsignalen. Dadurch werden Lähmungen und Erschlaffungserscheinungen hervorgerufen. Damit die Vergiftung nicht zum Tode führt, muss schnellstmöglich ein Gegengift gegeben werden. Auch ist es ebenso wichtig, die Bakterien dem Körper zu entziehen und diesen somit zu entgiften.

Vorbeugende Maßnahmen:

Verzehren Sie keine Lebensmittel aus aufgeblähten Konserven

Auch Deckel, die sich auf Gläsern befinden und sich nach oben wölben, sind wegzugeben. Denn der Inhalt ist nicht mehr genießbar.

Das Bakterium kann in Lebensmitteln nur durch ein Erhitzen über 100 Grad über die Dauer von mindestens 15 Minuten abgetötet werden.

Erklärung des Bakteriums

Das Bakterium erzeugt das Gift  Botulinumtoxin. Bei diesem handelt es sich um ein sehr starkes und extrem gefährliches Nervengift. Es lähmt also die Funktion von Nerven und damit unterbindet es die Signalübertragung von Nervenenden zum Muskel. Die Funktion zur Bewegung wird blockiert, der Mensch kann Arme, Beine oder Kopf nicht mehr bewegen. Dazu kommt, dass auch die Funktion innerer Organe betroffen sein kann. Somit können bereits sehr geringe Mengen des natürlichen Giftes tödlich sein.

Justinus Kerner gilt als der Entdecker des Botulismus. Er beschrieb als Erster überhaupt im Jahr 1820 im Rahmen seiner Forschungen während einer Epidemie die Symptome und Folgen einer Vergiftung nach dem Verzehr von verdorbener Wurstwaren. Doch erst im Jahr 1897 war es dem Forscher van Ermengen gelungen  das Gift  Botulinumtoxin zu isolieren und damit eindeutig zu deklarieren.

Vorkommen von Botulismusav

Die Krankheit selber kann überall auf der Welt auftreten und fällt meist dadurch auf, dass es in einer Art kleiner Epidemie auftritt. Häufig erkranken bis zu fünf Personen an Botulismus. Während in vielen Ländern der Erde die Erkrankung in größeren Mengen jährlich auftritt ist die Häufigkeit von Botulismus in Deutschland auf die Zahl unter 10 gesunken. Das bedeutet, dass weniger als 10 Personen pro Jahr an Botulismus erkranken oder sterben. Die häufigste Ursache sind hierbei selbst verarbeitete Wurst- und Fleischwaren.

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Weitere Ursachen von Botulismus

Auslöser für Botulismus sind stets Botulinumtoxingifte. Die Sporen des Bakteriums selber können überall auf der Welt vorkommen und werden überall übertragen und verbreitet. Sie haften sich generell überall an und könne so von Land zu Land und Person zu Person weitergegeben werden. Gelangen die Sporen in Lebensmittel vermehren Sie sich sehr schnell. Bedeutend ist, dass sich das Bakterium mit Vorliebe an fleischliche Lebensmittel hält. Da jedoch die Krankheit nicht über eine Ansteckung, sondern durch die Infektion eines Bakteriums, welches Toxine bildet übertragen wird, handelt es sich hierbei um eine Vergiftung im klassischen medizinischen Sinne. Auch wenn das Bakterium sich gerne in Fisch und Fleisch findet, können auch Hülsenfrüchte und alle Sorten von eingelegten und konservierten Lebensmittel betroffen sein.

Inkubationszeit von Botulismus

Etwa 12 bis 36 Stunden nach dem Verzehr von verdorbenen Lebensmitteln tritt die Vergiftung auf. Dabei gilt eine erschreckende Regelung: Je schneller die Vergiftung auftritt, desto schlimmer ist sie! Was wiederum bedeutet, dass die Sterblichkeitsrate ebenso hoch ist. So sollte man generell bei dem Gefühl einer Vergiftung schnellst möglich einen Arzt rufen!

Sobald Sie die folgenden Symptome an sich bemerken, und davon ausgehen, dass Sie eine Lebensmittelvergiftung haben, sollten Sie ein Krankenhaus aufsuchen:

Starker Durchfall

  • Erbrechen und Übelkeit
  • Dauerhaftes Erbrechen
  • Starke Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen

Lähmungen der Muskeln ( In der Regel beginnt die Muskellähmung an den Augen! Sie arbeitet sich dann weiter im Gesicht abwärts über Mund, Zungen, Gaumen und erzeugt Schluckprobleme und Sprachstörungen.)

Die Therapiemöglichkeiten sind hervorragend, vor allem in westlichen Ländern. Es existieren Gegengifte, welche dem Patienten sofort eingeflößt werden. Diese lindern  zugleich auch die Beschwerden und sorgen für eine rasche Genesung, da der Körper gezielt entgiftet wird.

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