Mit Gastritis leben lernen

Gastritis ist eine Entzündung des Magens. Der Begriff stammt aus dem altgriechischen und heisst übersetzt nichts anderes als Magenschleimhautentzündung. Diese Bezeichnung ist absolut treffend formuliert, denn die Gastritis bezeichnet die Entzündungserkrankung der Schleimhaut im Magen.

Gastritis ist eine Entzündung des Magens. Der Begriff stammt aus dem altgriechischen und heisst übersetzt nichts anderes als Magenschleimhautentzündung. Diese Bezeichnung ist absolut treffend formuliert, denn die Gastritis bezeichnet die Entzündungserkrankung der Schleimhaut im Magen.

Woran erkennt man eine  Gastritis?

Viele Menschen leiden an starken Sodbrennen oder heftigen Magenschmerzen. Dauern diese Schmerzen an und kann eine  Gastritis als Ursache der Schmerzen zu Grunde liegen. Man unterscheidet grundsätzlich zwei verschiedene Krankheitsbilder. Entweder handelt es sich um die Chronische Gastritis oder um die Akute Variante der Magenschleimhautentzündung. Eine Akute entzündliche Erkrankung der Magenschleimhaut kann im weiteren Verlauf zur Chronischen übergehen. Dabei kann die akute  Gastritis alle Stadien annehmen.

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Ursachen einer  Gastritis

Die Gastritis ist für viele eine unerklärliche Erkrankung. Dabei können jedoch vielerlei Ursachen einer Magenschleimhautentzündung vorangehen. Unter andrem werden verschiedene Untertypen der Gastritis unterschieden. Die erste Typisierung erfolgt anhand der Faktoren, dass man davon ausgeht, dass es sich bei der vorliegenden Gastritis um eine Autoimmunkrankheit handelt. Meist ist in diesem Fall die genaue Ursache noch nicht geklärt. Man kann lediglich feststellen, dass die Antikörper säureproduzierende Zellen, auch Belegzellen oder Parietalzellen genannt, versuchen zu schädigen. Die Zellen verlieren in der Regel den Kampf gegen die Säureproduzierenden und werden vernichtet. Dadurch entsteht ein Zellenverlust im Magen. Dieser Verlust verurscht einen Anstieg des so wichtigen ph-Wertes im Magen. Hierdurch wiederum wird die dauerhafte Produktion des Gastrins angeregt. Daher bekam auch die Krankheit seinen Namen. Gastrin ist ein Stoff, der die ECL Zellen anregt und für einen Ausgleich des pH-Wertes sorgen soll. Da dies nicht gelingt, wird immer mehr Gastrin produziert. Der rasante Anstieg der Gastrinmenge im Magen hat eine  Gastritis zur Folge.

Die zweite Variante der Gastritisursachen ist eine bakterielle Infektion. 85 % der an Gastritis erkrankten Patienten leiden an dieser Form der Krankheit. Der Erreger hat die Form eines Korkenziehers, wenn man diesen unter dem Mikroskop sichtbar macht. Er kann entweder fäkal oder oral aufgenommen werden und kann über verunreinigte Toiletten oder nicht gewaschene Hände übertragen werden! Schnell kann er sich im Mageneingang ausbreiten. Hier findet er das nahezu perfekte Klima für seine Erweiterung vor. Er bewegt sich rasch in Richtung des Magenausganges vor und kann chronische Magengeschwüre verursachen. In deren Folge kann es zu Magenkrebs kommen. So sollte man stets einen Arzt aufsuchen, wenn der Verdacht auf eine Gastritis besteht. Nur wenn frühzeitig reagiert werden kann, können schlimmere Folgen verhindert werden. In der Regel treten heftige Schmerzen und starkes Sodbrennen auf. Allein dies sollte bereits ein Alarmsignal sein und genügend Anregung zu einem Arztbesuch geben. Klarheit bringt in diesem Fall eine Magenspiegelung sowie eine Zwölffingerdarmspiegelung. Diese Untersuchungen sind mitunter nicht sehr angenehm aber dringend erforderlich.

Die dritte Version der Gastritis ist die so genannte chemisch reduzierte Magenschleimhautentzündung. Sie entsteht durch einen Bestandteil der Gallenflüssigkeit. Bei dieser Variante der Gastritis ist die Produktion der schützenden Schleimhaut gestört. Häufige Ursache dafür ist die dauerhafte Einnahme von Aspirin oder Voltaren sowie Ibuprofen. Diese vermeintlich einfachen Schmerzmittel beinhalten einen Stoff, der die Bildung von Prostaglandin E2 verhindert. Dieser ist jedoch existentiell wichtig für eine funktionierende Magenschleimhaut. Diese Version wird auch Typ-C-Gastritis genannt und kann ebenfalls von Antibiotika verursacht werden. Erkrankte an dieser Form der Gastritis machen etwa 10 Prozent der gesamten Erkrankungen aus. Wobei man hier dazu sagen sollte, dass diese Form sogar von einer weiteren Ursache ausgelöst werden kann. Denn der Typ C kann auch von einer Lebensmittelvergiftung herrühren oder von zu häufigem Konsum von Alkohol, Nikotin und Koffein. Diese Genussmittel verätzen systematisch den Magen. Dies führt zu einer verminderten Produktion der Schleimschicht im Magen. Dadurch kann die Gastritis entstehen und sich festsetzen.

Die Behandlung der Gastritis

Grundsätzlich bestimmt der Arzt zur Behandlung und Therapie der Krankheit den Grad und die Schwere der Erkrankung. Je nach schwere der Entzündung kann die Typ A- Gastritis, also die erste erwähnte Form, mittels Präparaten kuriert werden, welche die Magensäure blocken. Darüber hinaus können neutralisierende Medikamente die richtige Wahl sein. Da das Vitamin B12 schwer produziert werden kann, muss häufig nach einer Gastritiserkrankung ein Leben lang ein Zusatzpräparat mit Vitamin B12 genommen werden.

Bei der zweiten Variante, also Typ B, wird häufig mit Antibiotika behandelt. Nicht selten werden Kombinationen verabreicht. Bei Typ-C-Gastritis muss auf die Einnahme von schädlichen Medikamente verzichtet werden. Hier muss ein Säureblocker die Produktion deaktivieren. Danach folgt üblicherweise eine Langzeittherapie.

Dieser Beitrag stellt in keiner Weise ein Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar und ist lediglich als unverbindliche Information anzusehen. Für die Erstellung eigenständiger Diagnosen kann und darf dieser Beitrag nicht herangezogen werden. Für Schäden, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, wird gegen-blaehungen.de weder direkt noch indirekt zur Verantwortung gezogen. Die Betreiber dieser Seite raten allen Benutzern mit Gesundheitsproblemen dazu auf, immer einen Arzt aufzusuchen, der Sie beraten kann, welche Behandlung in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist. Wir raten von Behandlungen ohne ärztliche Aufsicht ab.