Schlimme Blähungen: Wo bekomme ich Hilfe?

Schlimme Blähungen können wirklich peinlich sein. Doch noch viel schlimmer als die übel riechenden Darmwinde, sind die Schmerzen, die meist damit verbunden sind.

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Wer über längeren Zeitraum über schlimme Blähungen klagt, der sollte zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen. Denn die Gründe für derart dramatische Darmprobleme können durchaus nicht nur an der falschen Ernährung liegen. Viele Patienten, welche über diese Art von Blähungen berichten, ernähren sich nicht grundsätzlich falsch oder anders als alle anderen Personen, welche keine schlimme Blähungen haben.

Es besteht die Möglichkeit, dass der Patient an organisch bedingten Blähungen leidet oder aber unter enormen Stress steht und somit unter nervösen Zuständen leidet. Auch diese Anspannungen können zu Darmwinden führen. Wer stetig die Luft im Darm anhalten muss, weil es die Zeit oder Situation nicht zulässt, dass man sich erleichtert, so kann dies zu einem Luftstau führen, der ebenfalls äußerst starke Schmerzen hervorrufen kann. In diesem Fall kann man bewährte Medikamente und Mittel aus der Apotheke anwenden um gegen schlimme Blähungen vorzugehen.

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Der Arzt wird den Patienten mit Sicherheit auf einen Reizdarm untersuchen. Liegt dieser vor, so kann man mit den entsprechenden Medikamenten entgegenwirken und für eine schnelle Heilung sorgen. Für die schnelle Hilfe zu Hause, wenn die Blähungen und damit verbundenen Bauchschmerzen wieder auftreten, sollte man ein wirksames Mittel für alle Fälle stets im Medizinschrank parat halten. Denn es bedeutet nicht, dass wenn einmal die Blähungen erfolgreich bekämpft wurden, dass diese nie wieder kehren können.

Leider gibt es auch immer wieder unreine Lebensmittel. Generell hat jeder Mensch eine Art Parasitenstadt in seinem Darm. Einige der Pilze und Bakterien sind absolut ungefährlich und wir nehmen diese normal mit unserer Nahrung auf. Sterben sie ab, scheiden wir sie aus. Andere Pilze, beispielsweise sind durchaus aktiver und können der Darmflora gefährlich werden. Schlimme Blähungen können ein Indiz dafür sein, dass ein Pilzbefall vorliegt. Klarheit kann hier nur ein Facharzt bringen.

Darmpilze ernähren sich gerne von Zucker. Das bedeutet, dass man in erster Linie den Konsum von Zucker und stark zuckerhaltigen Nahrungsmitteln einstellen und einschränken sollte. Eine Kur hilft die Pilze zu bekämpfen und im weiteren Verlauf zu beseitigen. Zusätzlich sollte man Präparate zur Stärkung des Immunsystems einnehmen, wie Vitamine oder kombinierte Nahrungsergänzungsmittel.

Häufig gerät die Verdauung und die Darmflora einfach durch falsche Ernährung oder durch mangelnde Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen aus dem Gleichgewicht. Um dieses wieder herzustellen, sollten regelmäßig unterschiedliche Nahrungsergänzungen eingenommen werden. Grundsätzlich sollte man nicht zu viel auf einmal einnehmen, denn dies wiederum kann ebenfalls für Störungen im Magen-Darmtrakt sorgen. Dieser ist ja bereits ohnehin schon genug überreizt worden.

Für Soforthilfe gegen schlimme Blähungen helfen auch Kümmeltee und eine einfache Massagetechnik, die man auch bei Säuglingen gegen die Blähungen und Bauchschmerzen anwenden kann. Legen Sie einfach eine Hand auf Ihren Bauch und streichen Sie sanft im Uhrzeigersinn darüber. Diese Bauchmassage wirkt meist nach wenigen Minuten und sorgt für schnelle Linderung der Schmerzen.

Wer generell dazu neigt schlimme Blähungen erleiden zu müssen, der kann sich ein paar Grundsätze in sein tägliches Leben einbauen, die helfen die schmerzhaften Darmgase zu reduzieren. Auch die furchtbaren Bauchkrämpfe, welche ein Resultat der Blähungen sind, werden damit eingegrenzt.

  • Am Abend sollte man keine blähenden Lebensmittel mehr essen. Dazu gehören auch Rohkostgemüse wie Paprika oder Möhren.
  • Auf Zwiebeln, Kohl und Radieschen sollte man ebenfalls so gut wie möglich verzichten.

Spät eingenommene Mahlzeiten kann der Körper schlechter verarbeiten, deswegen sollte nicht mehr all zu spät gegessen werden.
Frisches Brot sollte man einen Tag stehen lassen, denn auch dieses kann schlimme Blähungen hervorrufen.
Nach der Arbeit und in der Freizeit von Alltagskleidung auf gemütliche Kleidung wechseln. Der Grund hierfür ist ein ganz einfacher, denn die Alltagskleidung sitzt häufig deutlich enger am Körper und nimmt so auch dem Darm etwas an Bewegungsfreiheit. In bequemer und weiter Kleidung kann er dann ungehindert weiterarbeiten.
Regelmäßige Bewegung, auch kleine Spaziergänge, fördern die natürliche Verdauung und helfen so vorbeugend gegen schlimme Blähungen zu wirken.

Vielleicht sollte man einfach den Weg zum Drucker selber gehen, anstelle den Kollegen bitten, das Papier herüber zu reichen. Oder der klassische Tipp: Die Treppe nutzen anstelle des Aufzuges. Das sorgt nicht nur für Kondition und eine gute Verdauung sondern fördert auch gleichzeitig einen knackigen Hintern.

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