Meteorismus – Was ist das?

Der Begriff Meteorismus ist kein Wort oder Bezeichnung aus der Astrologie. Viel mehr handelt es sich dabei um unseren inneren Kosmos. Meteorismus beschreibt die Blähsucht. Diese wiederum ist eine übermäßige Ansammlung von Gasen im Darm.

Meist tritt der Meteorismus im Dickdarm auf, kann aber durchaus auch im Magen zu finden sein oder nimmt den gesamten Verdauungstrakt ein. Die Folgen von Meteorismus sind Blähungen, Bauchschmerzen, ein aufgenblasener Bauchbereich und meist auch Appetitstörungen.

Es könnte so einfach sein

Ist es aber nicht, denn Meteorismus kann zu einem echten Problem werden. Während Jugendliche sich gerne einen Spaß daraus machen und sich gegenseitig ihre Gase zu wedeln, kann der übermäßige Abgang von Gasen im Erwachsenenalter für echte Not sorgen. Sicherlich wäre es die beste Lösung die Gase einfach abzulassen, doch nicht immer ist dies angebracht oder kann in der jeweiligen Situation tatsächlich erledigt werden. Manchmal ist keine Toilette in Sicht und häufig tritt die Blähung gerade dann auf, wenn man sich in Stresssituationen befindet und der unpassendste Moment vorherrscht.

Ursachen für Meteorismus

Mediziner gehen davon aus, dass eine der Hauptursachen von Meteorismus eine schlaffe Bauchmuskulatur ist. Wer viel fettige Speisen zu sich nimmt und nicht genug für Bewegung sorgt, der lagert das Fett im Körper ein. Dadurch wächst der Bauchumfang rasant an. In Kombination mit den schlaffen Bauchmuskeln können so Gase im weichen Bauchbereich eingelagert werden. Das Problem ist, dass diese Gase sich regelrecht festsetzen und nicht weiter abziehen. Dadurch wird der Bauch immer weiter aufgebläht. Auch der Bauchumfang selber wächst so weiterhin an.

Bei Nahrung, welche überwiegend aus Ballaststoffen besteht, ist es ähnlich. Die Gase werden verstärkt im Dickdarm produziert und sammeln sich anschließend im gesamten Darmbereich.

Die Gasansammlungen können somit auch bei zellulosereicher Kost vorkommen. Zellulose ist eigentlich ein Stoff, der von Wiederkäuern gut verwertet werden kann. Menschen hingegen haben große Probleme Stoffe wie die Zellulose zu verarbeiten. Im menschlichen Körper sorgt die Zellulose in der Darmflora dafür, dass diese teilweise sogar abgebaut wird. Das Resultat ist eine Produktion von Wasserstoff von im Ernstfall bis zu 11 Litern am Tag! Die Gase werden dann von im Darm lebenden Bakterien umgewandelt. Diese Bakterien schaffen aus dem Wasserstoff Methan zu bilden. Es ist durchaus möglich, dass ein menschlicher Darm bis zu 2 bis 4 Liter Methan am Tag produzieren kann. Üblicherweise gehen die Winde einfach ab. Bei vielen Menschen jedoch werden diese Gase nicht abgeatmet, sondern stauen sich im Darm an.
Meteorismus ist also deutlich mehr als einfache Blähungen, welche sich über einen bestimmten Zeitraum angestaut haben.

Unterwäsche gegen Blähungen

Woran erkennt man Meteorismus

Meteorismus ist nicht immer eindeutig zu identifizieren. Wer jedoch den Verdacht hat, daran zu leiden, der sollte dringend einen Arzt aufsuchen. Dieser wird den Bauch abklopfen und dabei erhält er ein Art Echo. Es hört sich an, als würden Trommeln schlagen. Dies ist ein Indiz für Meteorismus.
Häufig kann Meteorismus auch von der Ursache herrühren, dass man beim essen zu viel Luft schluckt. Besonders bei hastigen Essern kann dies passieren. In Zusammenhang mit Meteorismus tritt dann häufig auch ein stetiges Aufstoßen auf.

Für den Fall, dass der Meteorismus aufgrund eines Darmverschlusses oder einer Herzinsuffizienz, Ledberzhirrhose oder sogar Typhus auftritt, so wird der Arzt dies daran erkennen, dass zu erst kräftige Winde abgehen und sich dann Wasser im Bauchraum sammelt.

Wer im Bauchraum um den Bereich des Nabels ein Rumohren und Schmerzen empfindet, sollte einen Arzt aufsuchen. Auch wenn vielen sicherlich das Thema unangenehm ist, aber je früher man eine Meteorismuserkrankung erkennt, desto schneller kann man dagegen angehen. Die folgenden Bauchschmerzen können in Krämpfe ausarten und zu sehr schmerzhaften Zuständen führen.

Behandlung gegen Meteorismus

Um einen Meteorismus erfolgreich zu therapieren gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Meist ist der Grad der vorherrschenden Blähung und die entsprechende Fortschreitung des Meteorismus bedeutend. Die Symptome selbst zu bekämpfen hilft zwar kurzfristig gegen Schmerzen und sorgt für Erleichterung, jedoch sollte auf die symptomatische Behandlung auch eine Medikamentöse folgen.

Unter anderem können Mittel wie
Spasmolytika
Prokiknetika
Karmiknaktiva
Entschäumer (diese sind zum Teil frei in der Apotheke erhältlich)
Enzymersatztherapie, welches bei einer Bauchspeicheldrüseninsuffizienz in der Regel gegeben wird

für Abhilfe sorgen. Diese Mittel werden in der Regel vom behandelnden Arzt verschrieben und bei der Einnahme sollte man sich stets an dessen Anweisungen halten. Nur so hat die Therapie gegen Meteorismus längerfristigen Erfolg.

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