Flatulenz – Was ist das?

Das Wort Flatulenz klingt nicht direkt nach dem was es wirklich bedeutet. Flatulenz kommt aus dem lateinischen und leitet sich aus dem Wort flatus ab. Auf Deutsch übertragen bedeutet flatus Wind oder auch Blähung. Nun wird es wohl klarer, was Flatulenz wirklich ist – die lateinische Bezeichnung für Blähungen.

Wie entsteht Flatulenz?

Unter Blähungen zu leiden ist immer unangenehm. Man hat Schmerzen, fühlt sich unwohl und der Bauchbereich wirkt aufgeschwollen. Manche haben gar das Gefühl sie sehen aus als wären sie schwanger. Durchaus ist eine Flatulenz nicht nur mit der Nase wahrnehmbar, sondern auch optisch. Im schlimmsten Fall geht das Aufblähen des Magen-Darmes soweit, dass nur noch ein Arzt den aufgeblähten Leib retten kann. In diesem Fall wird künstlich für eine Abgasung gesorgt.

Flatulenz entsteht, wenn der Magen oder Darm mit der Verdauung der aufgenommenen Nahrung beschäftigt sind. Dabei werden Gase gebildet. Es entstehen unter anderem Gase im Darm wie:

Methan
Kohlenmonoxid
Kohlendioxid
Schwefelwasserstoff und andere Gär- bzw. Faulgase

Um diese Gase wieder loszuwerden, bedient sich unser Körper einem einfachen Mittel. Er gibt die Gase durch den Enddarmausgang ab.

Wenn diese Gase jedoch festsitzen, oder nicht ungehindert abgehen können, kann es zu Bauchschmerzen, Bauchkrämpfen und einem aufgeblähten Leib kommen.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Flatulenz:

Um sich längerfristig vor Flatulenz zu schützen und seinem Magen-Darm Trakt etwas Gutes zu tun, hilft es ein paar Regeln in den Alltag zu übernehmen. Ein altes Sprichwort bringt die Essensregeln gut auf den Punkt:
Morgens sollst Du essen wie ein Kaiser. Mittags wie ein König und abends wie ein Bettler.
Das bedeutet in unsere heutige Lebensweise übertrage nichts anderes, als dass das Frühstück das üppigste sein sollte, was wir zu uns nehmen. Dies hat auch einen besonderen Grund, denn der Darm kann die aufgenommene Nahrung so während des Tages wunderbar verarbeiten und verwerten. Wer auf ein ausgewogenes und reichliches Frühstück setzt, der wird schnell merken, das seine Verdauung ihm dankt. Das wiederum äußerst sich sehr positiv im Rückgang von Flatulenz.

Mittags sollte man weniger zu sich nehmen als am Morgen, denn viele kennen auch das träge Mittagstief. Hier fällt man sprichwörtlich in ein Loch. Der Kreislauf läuft langsamer und somit ist auch die Verdauung etwas träger, als am Vormittag. Daher kann die aufgenommene Nahrung nicht schnell verwertet werden. Wer hier üppig und gar fetthaltig isst, schnell schlingt und schlecht kaut, riskiert eine böse Flatulenz als Folge.

Hinzu kommt, dass wir uns unter dem Tag nicht mehr so viel bewegen, wie wir es vielleicht sollten. Die meisten arbeiten in sitzenden Tätigkeiten und bewegen sich überwiegend mit dem Auto und der Bahn, anstelle zu Fuß fort. In der Mittagspause sollte man daher einen kleinen Spaziergang mit einplanen, denn auch Bewegung an der frischen Luft fördert die Verdauung und verhindert so Flatulenz.

Flatulenz Mittel gegen Blähungen

Ein weiterer hilfreicher Tipp gegen Flatulenz ist es, wenn man seine täglichen Mahlzeiten zu festen Zeiten zu sich nimmt und anstelle nur der üblichen drei Einheiten auf fünf kleinere Portionen erhöht. So kann der Körper besser arbeiten und die Verdauung gerät nicht in einen Stillstand.

Am Abend sollte man nur eine Kleinigkeit zu sich nehmen und die größeren Mahlzeiten über den Tag aufnehmen. Auch der Darm ruht in der Nacht und so können in dieser Zeit gefährliche Gase entstehen, die schwere Blähungen auslösen und böse Bauchschmerzen hervorrufen können.

Soforthilfe bei Flatulenz

Niemand kommt in seinem Leben an Blähungen vorbei. Gut ist es, wenn man weiß wie man zügig und effektiv gegen diese Flatulenz vorgehen kann. In der Apotheke erhält man Mittel mit sogenannten Schaumbindern. Diese können in Form von Tropfen, Zäpfchen, Tabletten oder Pulver verabreicht werden. Das Mittel bindet die Gase im Magen und Darm und sorgt so für ein erleichterndes Gefühl.

Für leidgeplagte Eltern, deren Säugling häufig an Blähungen leidet, oder für alle diejenigen, die hin und wieder mit einer vorübergehenden Flatulenz zu kämpfen haben, gibt es ein wirksames Rezept aus der Kräuterküche:

20 Gramm Fenchel (gleich anstoßen lassen)
20 Gramm Kümmel
20 Gramm Anis
6 Gramm Lavendelblüten

Zu einem Tee verarbeiten und mit heißem Wasser übergießen. Den Sud etwa 5-6 Minuten ziehen lassen und anschließend am besten ungesüsst trinken. Diese Mischung wirkt Krampflösend und lindert die Flatulenz.
Alle Bestandteile sind in der Apotheke erhältlich und können teilweise sogar bereits als Tee in Beuteln erworben werden. Dies erleichtert die Zubereitung ungemein. Eltern sollten eine fertige Teemischung, ob selber gemixt oder fertig gekauft, immer Griffbereit haben. Denn Babys leiden häufiger unter Flatulenz, da sich ihre Verdauung erst einstellen muss.

Dieser Beitrag stellt in keiner Weise ein Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar und ist lediglich als unverbindliche Information anzusehen. Für die Erstellung eigenständiger Diagnosen kann und darf dieser Beitrag nicht herangezogen werden. Für Schäden, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, wird gegen-blaehungen.de weder direkt noch indirekt zur Verantwortung gezogen. Die Betreiber dieser Seite raten allen Benutzern mit Gesundheitsproblemen dazu auf, immer einen Arzt aufzusuchen, der Sie beraten kann, welche Behandlung in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist. Wir raten von Behandlungen ohne ärztliche Aufsicht ab.